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Biografie
WILLY PAPE AKA VOO DOO Die Vorstellung, dass es zahllose spannende Schicksale gibt, die sich wie das von Willy Pape alias Voo Doo im Ungefähren verlieren, ist gespenstisch. Was ließe sich nicht alles erzählen über Menschen, die unbeirrt ihren Weg gingen und bürgerliche Tabus brachen, um die eigene Identität nicht zu verraten – und Kunst zu machen, jenseits traditioneller Bildungsbeflissenheit.

So eine*r war Voo Doo, geboren als Willy Pape (1891 – 1940): eine exotische Tänzerin und ein Kassenmagnet in Varietés und Revuetheatern über die Grenzen des Deutschen Reichs hinaus. Der Historiker Jens Dobler, Mitarbeiter der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft und Leiter der Polizeihistorischen Sammlung Berlin, hat ihrer Karriere ein Büchlein gewidmet – das die Auftritts- und Alltagsrealität nur in Umrissen ahnen lässt.

Was vermutlich zum geringsten Teil aufs Konto des Autors geht, der freilich gut daran getan hätte, sich mehr Tanzgeschichte draufzuschaffen. Dann hätte er kaum ignoriert, dass «Die weiße Bajadere», der Voo Doo um 1920 ein Programm widmete, thematisch nicht nur an eine Operette andockte, sondern an eines der berühmtesten Ballette des 19. Jahrhunderts – «La Bayadère». ...

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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Medien, Seite 58
von

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Nachrichten 10/22

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