Highlights 10/22

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Göteborg
HAMMER
Wo Ekman draufsteht, ist Ekman drin – heißt hier: Wenn die GöteborgOperansDanskompani eine Kreation von Alexander Ekman aus der Taufe hebt, kann sich das Publikum auf hintersinnige Bilder freuen. «Hammer» entwirft eine Gesellschaftsfantasie mit utopischem Beiklang, will der Choreograf doch vorführen, wie sich ein Hippie-Völkchen in lauter Ego-Blasen auflöst, um sich schlussendlich zu altruistischem Austausch zu bekehren. Ähnlichkeiten mit der historischen Realität … sind alles andere als zufällig. Ab 29.

Oktober auf der Opernbühne; www.opera.se

Paris
FESTIVAL D‘AUTOMNE
Die fabelhafte Marlene Monteiro Freitas und der nicht minder fabelhafte Noé Soulier bespielen ganz unterschiedliche Performance-Ecken: sie zeitgenössisch, er postklassisch. Beide zusammen machen nun den Monats-Auftakt beim abermals gut bestückten Pariser Herbstfestival: sie mit dem Solo «Guintche», er mit dem Film «Fragments» und, wenig später, seinem berückenden «Le Royaume des ombres», einem Schnellspaziergang über historisches Ballett-Terrain. Es folgen bis in den Dezember hinein weitere spannende Gäste wie Nora Chipaumire, Nacera Belaza oder das Ballet de l’Opéra de Lyon mit einem Soloprogramm ...

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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Kalender, Seite 38
von

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Reine Energie

Peter Brook, 1925 in London geboren, hat wie kaum ein anderer die Theaterszene der Nachkriegszeit geprägt. Es ist sein utopischer Ansatz eines anthropologischen Forschungsprojekts, das in der Selbstbestimmung der Orte, der Produktionszeiten und der Formen des Zusammenarbeitens den Menschen ins Zentrum einer lebenslangen Suche nach Erkenntnis gestellt hat. In seinem...

Angelin Preljocaj «Mythologies»

Alles kann zum Mythos werden, sagt Roland Barthes. In Angelin Preljocajs neuem Opus «Mythologies», das von Zeus und Ikarus bis Aphrodite und Minotaurus ein (nicht immer) hellenisches Feuerwerk abbrennt, ist der Philosoph die Brücke zur heutigen Welt. Preljocaj bezieht sich auf Barthes’ Essaysammlung «Mythen des Alltags», die ihm ein exzellentes choreografisches...

Großzügig

Wir treffen uns in seinem Studio in Rummelsburg. Alles ist luftig und weit, die Decken sind hoch, die Fenster gehen raus auf die Bucht, der Blick ruht auf dem Wasser. Seit vor zweieinhalb Jahren eine Mieterhöhung um das Dreifache angekündigt wurde, hat Christoph Winkler sein großes Studio aufgegeben und sich auf das benachbarte kleinere zurückgezogen. Beide Räume...