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Anne Nguyen schreibt Gedichte und experimentiert mit Breakdance. Über die Physikerin, die sich dem Hip-Hop verschrieb, berichtet Thomas Hahn

Ein kompakter Körper und Beine mit Speedy-Gonzales-Effekt, die so schnell wirbeln, dass das Auge kaum folgen kann. So mischte B-Girl Anne die Battles auf, breakte durch die Welt und forderte die B-Boys heraus, allein oder mit ihren Battlesquads. Heute, zwanzig Jahre später, lebt Anne Nguyen bei Paris, ist Mutter zweier Töchter und eine erfolgreiche Choreografin. Ständig reflektiert sie Breakdance und erweitert ihn um neue Facetten. «Hip-Hop ist grenzenlos und eine Kultur der endlosen Vermischung», sagt sie. Weswegen diese Kultur auch nie akademisch, steril oder steif werden könne.

Dass dem so ist, dazu trug und trägt sie ihren Teil bei, zuerst als Vorreiterin der weiblichen Breakdance-Bewegung, dann als Autorin von Bühnenwerken, Poesie, Filmen und nun auch einem Videospiel. Dass Mädchen breaken können, ging ihr in Kanada auf, wo sie zum ersten Mal B-Girls begegnete. In Paris wurde sie deren Pionierin und ist heute eine der wenigen Choreografinnen, die Erfolg haben und trotzdem dem ursprünglichen Geist des Hip-Hop verbunden bleiben. Ihren Stoff findet sie in Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stile, die unter dem Begriff Hip-Hop zusammengefasst werden: Breakdance, Popping, ...

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Tanz Juli 2021
Rubrik: Breakdance, Seite 17
von Thomas Hahn

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