Bounce: «Insane in the Brain»
Als in den 1970er Jahren einer über das Kuckucksnest flog, regnete es Oscars. Milos Formans Film nach dem Roman «One Flew Over the Cuckoos’s Nest» von Ken Kesey traf den Zeitgeistnagel auf den Kopf. Antiautorität und Psychiatriekritik waren salonfähig. Die Zeiten, da man für Lobotomie einen Nobelpreis bekam, waren zwar vorbei, doch der Elektroschock galt, trotz Aufkommen von Psychopharmaka, noch immer als gangbare Therapie. Dass Indianer auch Menschen sind, drang allmählich ins Bewusstsein des intellektuellen Amerikaners.
Und Jack Nicholson wie auch Will Sampson waren ja wirklich großartig.
Und heute? Über dreißig Jahre später haben wir nun die Street Dance Version des Romans über Macht und Wahnsinn in der Anstalt, den Ken Kesey aufgrund seiner Berufserfahrung in einem Spital in Palo Alto geschrieben hatte. «Insane in the Brain» bringt sie alle wieder zusammen: den Kriminellen Randall Patrick McMurphy (Fredrik «Benke» Rydman), der in der psychiatrischen Anstalt eine ruhigere Kugel zu schieben hofft als im Gefängnis; seine Freundin Candy (Ambra Succi), den Stotterer Billy Bibbit (David Dalmo), der an sexueller Not leidet und am Mobbing von Schwester Mildred Ratched (Teneisha Bonner) ...
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