Bildpartituren

Henk van Dijk über die Beziehung zwischen Kamera und Choreografie im Gespräch mit Hartmut Regitz

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Henk van Dijk, nur wer genau bei einem Film hinschaut, wird Sie kennen: als Kameramann. Wirklich sichtbar werden Sie dem Publikum nur in «Live», einem Ballett von Hans van Manen, das zuletzt wieder an der Wiener Staatoper zu sehen war. In der Regel agieren Sie im Hintergrund. 
Und das ist auch meine Absicht, unsichtbar zu bleiben. Man will dem Zuschauer ja das Bild einer Aufführung vermitteln, von dem man nicht den Eindruck haben sollte, dass es hergestellt ist. Die Erwartung des Zuschauers soll auf das Stück bezogen sein.

Deshalb zunächst mal die Frage nach «Live». Es war vermutlich nicht Ihr Wunschtraum, eines Tages auf der Bühne in Erscheinung zu treten. 
Doch. Ich war immer sehr an Kultur interessiert und nahm schon als Jugendlicher viele Aufführungen wahr. Zielgerichtet wurde mein Interesse durch einen Freund, der in Musicals tanzte, sich eigentlich aber ein Engagement beim Nederlands Dans Theater ersehnte. Er nahm mich mal mit zu einer Vorstellung. Und ich begleitete ihn zur «Internationalen Sommerakademie des Tanzes» nach Köln, bei der Hans van Manen mit angehenden Tänzern im Rahmen eines Workshops die Cavatina aus seinem Beethoven-Ballett «Große Fuge» erarbeitete. So ...

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Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Unterwegs, Seite 98
von Hartmut Regitz

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