Arbeitsarmut

Ein Streitgespräch am Ende unserer Serie zur «Freien Szene». Am Tisch im tanzhaus nrw sitzen: die Choreografin Rafaële Giovanola, der Sprecher der Berliner Koalition der Freien Szene, Christophe Knoch, und der Gründer von «art but fair», Johannes Maria Schatz

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Rafaële Giovanola, die Bonner Company CocoonDance ist zur Tanzplattform eingeladen. Glückwunsch von uns allen hier am Tisch.
Giovanola: Ich freue mich sehr darüber, danke. Es ist eine Bestätigung dafür, dass man sich weiterentwickelt und dies auch wahrgenommen wird. Aber es ist nur eine Momentaufnahme.

Weil es höheres Ziel gibt?
Giovanola: Ein großes Choreografisches Zentrum in Bonn, das wär’s. Oder eins im Kanton Wallis in der Schweiz, meiner Heimat.

Ich will Räume schaffen für den Tanz, wo man wirklich gut arbeiten kann. 

Wie wichtig ist so ein eigener Ort?
Giovanola: Ganz wichtig. Einmal für die Sichtbarkeit. Wir, mein Mann und ich, arbeiten im Bonner theaterimballsaal. Daneben kuratieren wir auch zwei Festivals und Projekte in der Kunstvermittlung, weil es in Bonn keine Tanzsparte mehr gibt. Die führen wir als freie Gruppe in der Stadt sozusagen innovativ nun weiter. Dann gibt uns das Haus Planungssicherheit. Ich kann selber über meine Premieren und das Programm entscheiden, ich muss nicht um Proberäume und Auftrittsorte betteln. Und es hat noch einen Vorteil: Mit einem Haus kommst du schneller an andere Töpfe, und du kannst selber ein Netzwerk flechten. 

Christophe Knoch, ...

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Tanz März 2018
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 61
von Arnd Wesemann

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