Basel
Als Bond Girl ist Andrea Tortosa Vidal eine Frau mit gefährlich viel Beinfreiheit und einem Augenaufschlag so verführerisch wie ein trockener Martini. Schade nur, dass ihr Partner Jorge García Pérez als Anzugträger eher das Charisma eines Büroangestellten hat und für einen Rebellen und Outlaw zu brav wirkt. Was sich daran zeigt, dass er immer erst die Krawatte zurechtrückt, bevor er sich aufmacht, die Welt zu retten. Leinwandhelden sehen anders aus.
Als Choreograf bleibt Richard Wherlock seinem Credo treu, die Zuschauer durch rasche Wechsel und spektakuläre Bewegungsdichte zu unterhalten. Von daher erscheint es stimmig, dass er hier gleich zwei legendäre Helden zusammenbringt: James Bond und der titelgebende «Robin Hood» sind Zutaten zu diesem Cocktail, und natürlich wird in dem Ballett im Stil der Swinging Sixties tüchtig mit Armen und Beinen geschüttelt und nicht gerührt. In den temporeichen Tanzszenen entsteht dann aber doch eine Spannung, die in den vom Basler Sinfonieorchester süffig gespielten Songs von John Barry aus diversen James-Bond-Filmen ihr musikalisches Pendant findet. Bis man als Zuschauer herausfindet, wer welche Figur ist, kann es allerdings ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 48
von Martina Wohlthat
Im Februar: Tanzen ist Sünde!
Dieses Urteil setzten die Kirchenväter in die Welt, und ihre Nachfolger verkündeten es weiter bis ins Hoch- und Spätmittelalter hinein – so heißt es jedenfalls, wann immer es um Christentum und Tanz geht. Doch das Klischee ist brüchiger, als wir annehmen. Denn der Tanz gehörte zu den Ritualen, die geistliche Gemeinschaften...
Ein Tanzstudium an der Universität – geht das? So fragten sich viele, als 2002 an der Universität Bern erstmals ein Nachdiplomstudiengang TanzKultur ausgeschrieben wurde. Während bei den Tanzinteressierten die Begeisterung groß war, zeigten sich die zuständigen Gremien skeptisch – nicht nur bezüglich der Wissenschaftlichkeit einer solchen Weiterbildung, sie...
Es gibt einen einstimmigen, parteiübergreifenden Stadtratsbeschluss. Jetzt ist Geld da, viel Geld: 50 bis 70 Millionen für den Ausbau, 2,3 Millionen Euro Jahresetat, 29 neue Stellen. Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD) hat eine schöne Definition parat für das, was er «Kreativpark» nennt, und wo im Jahr 2020 zwei tipptopp sanierte Hallen, genannt...
