Innsbruck

Enrique Gasa Valga «Mayerling»

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Der Tod ist eine Lösung. Zumindest, wenn einem das Leben unmöglich geworden ist. Was muss 1889 in Rudolf, Kronprinz von Österreich-Ungarn, vorgegangen sein, dass er erst seine Geliebte Mary Vetsera erschoss und dann sich selbst? 1978 hat Kenneth MacMillan den Stoff für die Ballettbühne bearbeitet, jetzt nimmt sich Enrique Gasa Valga seiner an, unter dem gleichen Titel wie der berühmte Vorgänger: «Mayerling».

Valga, Leiter der Tanzkompanie am Tiroler Landestheater, setzt den Bericht über den Freitod vorweg und erzählt von hier aus einzelne Stationen, Geschehnisse, Konstellationen: Rudolfs problematische Beziehung zu den kaiserlichen Eltern Franz Joseph I. und Elisabeth, die unglückliche Ehe mit Stephanie von Belgien, politisches Engagement, die Verhältnisse zu diversen Frauen, die Syphiliserkrankung und die daraus resultierende Morphium-Abhängigkeit. Letzte Station ist das Jagdschloss Mayerling, wo Rudolf und Mary sich vom Leben verabschieden.

Das alles spielt sich in einem metaphorisch aufgeladenen Einheitsbühnenbild ab, einem überdimensionalen Vogelkäfig von Helfried Lauckner, Gefängnis und Manege zugleich. Das Ambiente spielt geschickt auf Rudolfs fast manisches ...

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Tanz Januar 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 46
von Carmen Kovacs

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