balletttreter
Die einen laufen hinter dem Ball her, die anderen nennen es den kleinen Ball, ein Ballett. Niemand sähe darin irgendeine Verwechslungsgefahr. Deshalb hat auch noch keiner versucht, das Wort «Ballett» markenrechtlich schützen zu lassen. Was durchaus eine Überlegung wert wäre, denn dieser Tage ist der Sport besonders mächtig und genießt die volle Sympathie der Richter.
DFB vs.
DFB
Immerhin könnte der internationale Tischtennisverband zum Beispiel auf die Idee kommen, sein kleines, hart umkämpftes Bällchen aus einer naheliegenden Sprachlaune heraus «Ballett» zu nennen. Dafür müsste er das Ping-Pong-Kügelchen lediglich markenrechtlich als «Ballett» im Sinn eines eingetragenen Warenzeichens, also Trademark, registrieren lassen. Prompt sähen alle alteingesessenen Ballett-Kompanien ganz schön alt aus. Nur ein abwegiges Gedankenspiel? Nicht unbedingt, wie der folgende aktuelle Fall beweist: Im Juni traf das Deutsche Fernsehballett (DFB) vor dem Landgericht München auf die Vertreter des Deutschen Fußballbunds (DFB). Dieser Kicker-Bund erreichte es völlig mühelos, dass den Showgirls des freischaffenden Deutschen Fernsehballetts ein saftiges Ordnungsgeld von 250.000 Euro droht, wahlweise ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: praxis, Seite 70
von Arnd Wesemann
im august/september: die live-übertragung______
von der Ballettbühne in ein anderes Medium, den Kinosaal, ist der ganz große Trend des Jahres. Die Pariser Oper gründet dazu eigens eine Gesellschaft, die ihre Rechte an den Screenings verkauft. Auch die Museen ziehen mit, wenn etwa Jérôme Bels reale Lecture Performance im Londoner Tate Modern als Stream im Internet...
Die Dunkelheit scheint zu atmen. Aus ihr erhebt sich, kaum sichtbar, ein Lichtschein. Schmutziges Violett. Die Kraft, die es kostet, das überhaupt wahrzunehmen, wird mit immer mehr Sichtbarkeit belohnt. Das diffuse Licht pulsiert im Rhythmus der Musik, bringt den Raum in Bewegung, als sei er ein eigener Organismus, vielleicht krank, vielleicht gefährlich. Nur...
Shantala Shivalingappa lebt im XV. Pariser Bezirk, einem beschaulichen Wohnviertel, das von touristischen Attraktionen weitgehend verschont geblieben ist. Dennoch ist sie nicht unbedingt eine Pariserin. Wäre sie ein Kind des konsum- und arbeitsbesessenen Westens, könnte man die zierliche Demoiselle aus Madras für einen klassischen Workaholic halten. Ruhe findet sie...
