balletttreter

Wer es in der Kunst darauf anlegt, mit dem Sport verwechselt zu werden, dem drohen derzeit hohe Haftstrafen. Drei Fälle in Sachen Ballett™.

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Die einen laufen hinter dem Ball her, die anderen nennen es den kleinen Ball, ein Ballett. Niemand sähe darin irgendeine Verwechslungsgefahr. Deshalb hat auch noch keiner versucht, das Wort «Ballett» markenrechtlich schützen zu lassen. Was durchaus eine Überlegung wert wäre, denn dieser Tage ist der Sport besonders mächtig und genießt die volle Sympathie der Richter.

DFB vs.

DFB
Immerhin könnte der internationale Tischtennisverband zum Beispiel auf die Idee kommen, sein kleines, hart umkämpftes Bällchen aus einer naheliegenden Sprachlaune heraus «Ballett» zu nennen. Dafür müsste er das Ping-Pong-Kügelchen lediglich markenrechtlich als «Ballett» im Sinn eines eingetragenen Warenzeichens, also Trademark, registrieren lassen. Prompt sähen alle alteingesessenen Ballett-Kompanien ganz schön alt aus. Nur ein abwegiges Gedankenspiel? Nicht unbedingt, wie der folgende aktuelle Fall beweist: Im Juni traf das Deutsche Fernsehballett (DFB) vor dem Landgericht München auf die Vertreter des Deutschen Fußballbunds (DFB). Dieser Kicker-Bund erreichte es völlig mühelos, dass den Showgirls des freischaffenden Deutschen Fernsehballetts ein saftiges Ordnungsgeld von 250.000 Euro droht, wahlweise ...

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Tanz Juli 2012
Rubrik: praxis, Seite 70
von Arnd Wesemann

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