Ausstellungen 10/21
FERDINAND HODLER UND DIE BERLINER MODERNE
«Die Linien dieser Körper sind unerhört reich an seelischem Leben, Muskel, Haltung, Bewegung im Bann, im Zwang einer überwältigenden Empfindung.» Das schrieb der Redakteur Theodor Heuss 1905 – der gleiche Heuss, der knapp 45 Jahre später als erster Bundespräsident vereidigt wurde.
Sein Urteil galt einem Bild des Schweizer Malers Ferdinand Hodler (1853 – 1918), der seinerzeit regelmäßig in Berlin ausstellte – und trifft die Essenz des Werkes: Hodlers Gemälde wirken vielfach wie minuziös choreografierte Stillleben, die tänzerische Expression einfangen, festhalten, auf die zweidimensionale Leinwand bannen. Was angesichts seiner Freundschaft mit Émile Jaques-Dalcroze, dem Wegbereiter des Ausdruckstanzes, nicht verwundert. Die Berlinische Galerie hat dem frühen Symbolisten nun eine umfangreiche Hommage ausgerichtet, die zeigt, wie nah sich Tanz und Bildende Kunst schon am Beginn des 20. Jahrhunderts waren – und wie wichtig ihre gemeinsamen Vorstöße in Richtung Moderne. Ein Fest für die Augen, bis 17. Januar 2022; www.berlinischegalerie.de
Berlin, Liebermann-Villa am Wannsee, www.liebermann-villa.de
«Gerty Simon. Berlin/London. Eine Fotografin ...
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Tanz Oktober 2021
Rubrik: Kalender, Seite 37
von
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Mit Menschen kann er. Was vermutlich damit zu tun hat, dass Adil Laraki mit sechs Geschwistern aufwuchs mitten in der quirligen Hauptstadt Marokkos. In Rabat war er umgeben von Internationalität. Nahezu alle Kulturinstitute der Welt befanden sich im Umkreis seines Zuhauses. Das Theater war um die Ecke. Als kleiner Junge schlüpfte er oft unbemerkt mit fremden...
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