Auf Spitze
Spitzenschuhe gibt es schon eine ganze Weile in allen Farben des Regenbogens. Grishko zum Beispiel bietet von kanariengelb bis azurblau alles an, was das Auge anspringt – zumindest im Vergleich zu den rosé-farbenen Satin-Modellen, die den Markt monopolartig beherrschen. Manche Hersteller haben sich auch an das neue, diverse Erscheinungsbild des Balletts herangetastet und, wie etwa Gaynor Minden, Nuancen namens «Cappuccino», «Mocha» oder «Espresso» kreiert. Was nach Heißgetränk klingt, soll den Füßen dunkelhäutiger Ballerinen schmeicheln.
Eine selten dämliche Nomenklatur, die nahelegt, dass rosa Exemplare künftig als «Fjordlachs» oder «Marzipanschweinchen» etikettiert werden!
Nun haben sich Freed of London und das Ballet Black zusammengetan, um hundert Prozent korrekt bezeichnete, auf echte Hauttöne abgestimmte und auch noch schöne «pointe shoes, hand made» zu kreieren. In Nuancen, die eben ganz unverfänglich «bronze» und «brown» heißen. Übrigens gehört damit auch die Ära des Selbstfärbens, zu dem sich Stars wie Michaela DePrince oder Misty Copeland verdonnert sahen, endgültig der Vergangenheit an.
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Side Step, Seite 23
von Dorion Weickmann
Sia Kate Isobelle Furler, kurz Sia, stürmt in regelmäßigen Abständen die Charts. Ihre R&B-Balladen und angejazzten Songs gehören zum Feinsten, was der Weltpop derzeit zu bieten hat. Dem Tanz ist die bald 43-jährige Australierin von jeher zugetan, und dass sich das auch kommerziell bezahlt macht, zeigt ihr jüngstes Koop-Projekt: Im Frühjahr wird sie bei «Repetto»,...
In Kigali, der Hauptstadt von Ruanda, steht das Vier-Sterne-Hotel «Des Milles Collines», das Hotel der tausend Hügel. Die Reichen und die Schönen treffen sich am Swimmingpool. Gleich neben dem großen Becken hat man eine Bühne improvisiert für das National Ballet of Rwanda. Diese Kompanie der tanzenden Sänger und singenden Tänzerinnen ist gleich alt wie das im Stil...
Rudolf Nurejew
Einmal mehr steht er im Zentrum der Aufmerksamkeit, kriegt einen ganz großen Leinwand-Auftritt. Ralph Fiennes, seit «Schindlers Liste» ein Star auch hierzulande, verfilmt mit «The White Crow» das dramatische Leben des Tänzers, der im Westen sein Glück machte, aber keine Heimat mehr fand. Das Schicksal, das Gerhard Brunner fürs «tanz»-Jahrbuch 2018...
