aszure barton

Name, Talent, Beginn der choreografischen Karriere – an dieser Frau ist alles außergewöhnlich. Dabei steht sie felsenfest auf zwei Beinen: dem klassischen und dem modernen. Mit einer Uraufführung hat sie gerade die Festwoche des Bayerischen Staatsballetts eröffnet

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Aszure Barton? Nie gehört. Neuss und St. Pölten waren die einzigen Gastspiele von Aszure Barton & Artists im deutschsprachigen Raum. Da breitet sich der Ruhm nicht unbedingt in die nächstgelegenen Metropolen aus und schon gar nicht darüber hinaus. Es braucht professionelle Spürnasen wie Bettina Wagner-Bergelt, als stellvertretende Direktorin des Bayerischen Staatsballetts zuständig fürs Moderne, die den Reigen der immergleichen um einen neuen, erst einmal unaussprechlichen Namen bereichern.

Wagner-Bergelt hat vor etwa eineinhalb Jahren Bartons Videos gesehen, daraufhin die in New York lebende und arbeitende Choreografin kontaktiert und ihr nach einem ersten Besuch in München eine Uraufführung beim Bayerischen Staatsballett anvertraut.

Aszure Barton, 1975 als jüngste von drei Schwestern in Alberta, Kanada, geboren, hat eine extravagante Mutter, eine, die für ihre Töchter sehr eigene Namen erfand, Charissa, Cherice – und eben Aszure, «Ayschur» mit einem stimmhaften Zischlaut in der Mitte gesprochen, da, wo das «s» prangt, das die Francokanadierin dem französischen Adjektiv «azure» (himmelblau) eingepflanzt hat. Inspiriert dazu hat Mutter Barton vielleicht der erste Blick in die Augen ...

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Tanz Mai 2014
Rubrik: menschen, Seite 22
von Eva-Elisabeth Fischer

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