HOOD
Am Anfang stand ein Wunsch: Der Wunsch von sieben Tänzern und Tänzerinnen der Forsythe Company, ihren Austausch und ihre Zusammenarbeit über das Ende des Ensembles hinaus fortzusetzen: nicht produktorientiert als Kollektiv, sondern prozessorientiert, ohne Output-Zwang. Als institutioneller Partner hierfür fand sich mit PACT Zollverein in Essen ein Ort, der ohnehin ein ausgeprägtes Interesse an Austausch- und künstlerischen Prozessen pflegt.
Seit Mitte 2016 sind Fabrice Mazliah, Roberta Mosca, Cyril Baldy, Katja Cheraneva, Tilman O’Donnell, Frances Chiaverini und Elizabeth Waterhouse hier in Form von Fellowships angebunden – wie sie im Wissenschaftsbetrieb gängig sind, wo Professoren ihre Berufs- und Wissenserfahrung innerhalb eines Forschungsverbundes einbringen. Der Name des Septetts: HOOD.
Kreativität ohne Deadline
Das HOOD-Team verbindet ein gemeinsamer Erfahrungs- und Wissensschatz, aber auch ein enormes Vertrauen; alle möchten neue Arbeitsweisen erproben. Ein interessantes Experiment, steht doch für die Tanzszene zurzeit die Frage im Raum, welche Modelle der Zusammenarbeit es künftig geben kann – von Künstlern und Institutionen, wechselseitig wie untereinander. Freie ...
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Tanz März 2018
Rubrik: Tanzplattform, Seite 18
von Esther Boldt
Pläne der Redaktion
Der Heizer Robert Smith will sich einfach nicht anpassen in der westlichen Welt. Perfekter Stoff für Frank Castorf: Eugene O’Neills «Der haarige Affe» in Hamburg.
#MeToo: Julia Riedler, Judith Rosmair und Hildegard Schmahl über Theaterarbeit, Macht und Männer.
Er war in den 60er Jahren ein Bühnenrevolutionär, dessen Entwürfe auch heute noch ...
«Am 9. September des Jahres 1825 verschied Johannes Elias Alder, unehelicher Sohn des Kuraten Elias Benzer und der Agathe Alder, genannt Seffin.» Der Tänzer Lorian Mader liegt als toter Johannes Elias Alder auf dem «wasserverschliffenen Stein». Gestorben ist er an Schlafentzug, begraben unter Blättern mit Noten, die das verhinderte Musikgenie nie zu lesen gelernt...
Screening
Die Flammen von Paris
Es war schon fast am Ende seiner Tage auf dem Chefsessel des Bolschoi-Balletts, als Alexei Ratmansky 2008 «Die Flammen von Paris» herausbrachte – ursprünglich 1932 von Wasili Wainonen für das damalige Kirow-Ballett choreografiert. Immerhin hat der Stoff alles, was den Sowjets gelegen kam: französisches Revolutionspathos mit zartem...
