anna konjetzky

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Gegen Ende des Stücks nähert sich der Cellist der barbusigen Tänzerin, bespielt nun ihren Körper, wie er es zuvor mit seinem Instrument getan hat: zärtlich, energisch, demutsvoll. Dieses Bild ist voll Erotik und sublimer tänzerischer Strenge. Anna Konjetzky hat es ersonnen und lässt mit ihm ihr Stück «Tagebuch – si un jour tu décides de partir» aus dem Jahr 2008 ausklingen.

Starke Bilder sind die Spezialität der 1980 in München geborenen Choreografin und Künstlerin, die beharrlich an der Grenze zwischen Tanz und bildender Kunst arbeitet.

Vielleicht hat sie sich von Wanda Golonka beeinflussen lassen, der sie zwischen 2005 und 2008 in Frankfurt als Assistentin zur Hand ging. Danach startete Anna Konjetzky durch, entwarf in rascher Folge Tanzstücke – ihr Solo «Elephantengedächtnis» gewann 2009 den ersten Preis beim Leipziger Solotanz-Wettbewerb – und immer wieder Installationen, wie «Don’t touch» (2008) oder «Abdrücke» (2010). 

Man muss nicht alles, was Anna Konjetzky kreiert hat, mögen, doch man kann nicht umhin, ihr eins zu attestieren: dass sie eine große gestalterische Kraft besitzt. Die jede ihrer Produktionen zusammenhält. Da blitzt immer auch etwas von der verstörenden ...

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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 146
von Klaus Kieser

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