Ana Morales
Ana Morales wurde in Barcelona geboren, tanzte schon als Kind, ging später aufs Konservatorium und wurde mit 16 Jahren für ein dreijähriges Stipendium der Compañía Andaluza de Danza auserwählt, in die sie später als Solistin zurückkehren sollte, um mit ihr die ganze Welt zu bereisen. 2009 wurde sie mit einem der wichtigsten Preise für Flamencotanz, dem «Premio Desplante», ausgezeichnet. Seit 2010 präsentiert sie regelmäßig und mit wachsendem Erfolg Solostücke auf den wichtigsten Festivals der Flamencowelt.
Dabei geht sie hartnäckig und zielstrebig den Weg von der Tradition zur Moderne. Nicht zur Avantgarde, sondern zu einem mutigen, zeitgenössischen und schnörkellosen Tanzstil. Es begann mit einer kleinen, wunderbaren Performance für die Flamenco-Biennale der Niederlande: ein mechanischer Fächer, ein Sound Artist und eine klare, tänzerische Ansage in einem leeren Raum. Kompromisslos, klar, eine Momentaufnahme ohne Hintergrund und ohne Zukunft. Und ohne Dekoration. Keine Blumen, keine Volants, keine Sänger und keine Gitarre. Alle Klischees einfach weggewischt. Reiner Tanz.
Morales hat ein begnadetes Talent, ihre Intelligenz steht der Emotion nicht im Weg. Im Moment arbeitet sie an ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 166
von Susanne Zellinger
Martin Schläpfer, eine Frage an den Tanzkünstler: Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Körper, ist er Ihnen Heimat?
Martin Schläpfer: Oha …
… Sie schmunzeln?
Wenn ich tanze und physisch alles stimmt, was – außer bei Hans van Manens «The Old Man and Me» – in letzter Zeit so war, fühle ich mich als Tanzender sehr wohl, ja.
Was macht dieses Gefühl aus?
Ich meine es nicht...
Das Fernsehen machte ihn quasi über Nacht bekannt. Der Dokumentarfilm «Dance or Die» des Regisseurs und Journalisten Roozbeh Kaboly,- für die niederländische TV-Serie «Nieuwsuur» 2016 produziert, schildert, wie sich der junge Syrer Ahmad Joudeh seinen Traum, Tänzer zu werden, erfüllt hat – trotz Krieg und väterlichem Widerstand.
Joudehs Geschichte hat in den...
Ihre Performances gehen auf direktem Weg ans Eingemachte. Inzwischen lässt Oona Doherty die viszerale Intensität, die sie als Performerin auszeichnet, auch in eigene Choreografien einfließen: glühende, aufrichtige Porträts männlicher und weiblicher Identitäten, geformt unter dem Schmiedehammer der Gesellschaft. Ihr Stück «Hope Hunt» brachte den choreografischen...
