Ankommen

Er war ein grandioser Tänzer, ist ein exzellenter Choreograf – und hat lange mit sich, seinem Körper, seinem Ehrgeiz gerungen. Über den Weg zu sich selbst spricht Martin Schläpfer.

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Martin Schläpfer, eine Frage an den Tanzkünstler: Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Körper, ist er Ihnen Heimat?

Martin Schläpfer: Oha …

… Sie schmunzeln?
Wenn ich tanze und physisch alles stimmt, was – außer bei Hans van Manens «The Old Man and Me» – in letzter Zeit so war, fühle ich mich als Tanzender sehr wohl, ja. 

Was macht dieses Gefühl aus?
Ich meine es nicht in dem Sinne, dass ich alles gut fände, was mein Körper macht.

Das Wohlgefühl nährt sich aus den Möglichkeiten, mit diesem Körper etwas auszudrücken, ihn an Grenzen zu bringen, ihn auszuprobieren. Auch ihn zu hinterfragen – ich würde nicht sagen, das Wohlgefühl alleine wäre für mich genügend.

Ist der Körper Freund oder Feind des Tänzers?
Wenn der Künstler oder die Künstlerin auf der Bühne arbeitet und kämpft – was man ja auch muss – an der Linienführung, an der Verkunstung –, und es ihm oder ihr dabei gelingt loszulassen, dann ist der Körper der Freund. Ich glaube nicht, dass es eine wirklich große, berührende Vorstellung eines Tänzers geben kann, wenn der Körper Feind ist. 

Wie findet ein Tänzer seinen individuellen Ausdruck, wenn seine Sprache doch schon durch den Choreografen von außen vorgegeben ist?
Ich glaube, wie ...

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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Entdecker, Seite 75
von Bettina Trouwborst

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