zwei gesichter
Ein kleiner, unbekannter Ort namens Pardes Hanna war Sharon Fridmans Zuhause in Israel. Heute lebt er Spanien und hat dort sein ers-tes großes Werk «Al menos dos caras» («Mindestens zwei Gesichter») herausgebracht, im Rahmen des «Festival de Otoño en primavera» in Madrid.
Aber wer ist Sharon Fridman, der Künstler? Er stammt wie die meisten seiner männlichen Tänzerkollegen aus einer der vielen Dutzend israelischen Folkloregruppen. Dort muss man einen kleinen Mitgliedsbeitrag entrichten, den seine Mutter aber nicht bezahlen konnte.
Sharon Fridman kommt also von ganz unten, er tanzte sich buchstäblich hoch bei Kompanien wie der von Ido Tadmor, bei Vertigo und der Kibbutz Contemporary Dance Company. Dabei machte er seine Sache so gut, dass er ein Angebot erhielt, das niemand in Israel je ausschlagen würde: Der große Ohad Naharin lud ihn ein, seinen Batshevas beizutreten. Für jeden anderen israelischen Tänzer wäre das die Krönung. Für Fridman nicht. Er verließ sein Land und wurde Mitglied der Percussion-Truppe Mayumana in Madrid, als ihr gerade der Erfolg über den Kopf zu wachsen drohte. Sie musste sich deshalb um eine Touring-Kompanie erweitern und bot Fridman an, bei Choreografie und ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Ora Brafman
Sylvie Guillem,
Sie haben 1989 das Ballett der Pariser Oper verlassen und sind als freie Künstlerin zum Weltstar geworden. So viel Wagemut ist im Tanz selten, eine solche Karriere auch. Wie kommt das? Ich denke, Tänzer sind ein wenig zu diszipliniert. Sie werden vom ersten Moment der Ausbildung, die in der Regel in sehr jungen Jahren beginnt, infantil gehalten....
Zunächst einmal muss ich Ihnen sagen, dass Ihr Intendant nicht mit einer unzulässigen Anfrage an Sie herangetreten ist. Allerdings ist die Regelung im NV Bühne, auf die er sich bei seinem Vorgehen stützen kann, erst zum 1. Januar 2003 in Kraft getreten und deshalb noch nicht so bekannt. In § 61 Abs. 3 Unterabs. 3 NV Bühne wird Folgendes bestimmt:
«Besteht das...
Ein Mensch muss seinen Tod akzeptieren. Wie Silvana Schröder dieses Sujet für das ThüringenBallett aufbereitet, in den Kontext der stetig fließenden, alles begrenzenden Zeit stellt, macht ihre zweite Arbeit als neue Ballettchefin sehenswert. Ohne klar erkennbare Story geht sie «Zeit.Punkt.» an; am Ende schließt sich dennoch auf beeindruckende Weise ein Lebensbogen....
