barcelona: inbal pinto, avshalom pollak «bombyx mori»

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H inter dem lateinischen Namen Bombyx Mori verbirgt sich der Seidenspinner, ein nützliches Insekt, das Inbal Pinto und Avshalom Pollak als Vorbild für ihre feinmaschige, stilistisch glänzende und leicht surrealistisch gefärbte Arbeit verwenden. Systematisch nimmt «Bombyx Mori» den Faden ihrer früheren Arbeiten auf und verwebt die Szenen mit dem Sekret einer immanenten Logik zu einer rätselhaften Landschaft mit Tänzern.

Buchstäblich wie aus einem Kokon heraus wird hier ein langer Faden von Tänzen gesponnen.

Da tritt in einer der ersten Szenen ein dunkelhäutiger Minstrel-Sänger mit geweißtem Gesicht auf, ein Vertreter der alten US-amerikanischen Form des Entertainments. Er hält ein Stück Holz in der Hand, ähnlich dem Schiffchen, das man zum Weben benutzt, und geht damit auf eine Frau zu, die aus einer Falte des hinteren Vorhangs heraustanzt. Sie torkelt, er hält sie vergeblich fest und fixiert sie deshalb, indem er sie mit weißem Band an den schwarzen Vorhang bindet. Sieht aus, als sei sie in einen Kokon eingewebt. Ist sie gefangen oder beschützt, ist sie verärgert oder zufrieden? Ist sie, so schön er sie auch dahin drapiert haben mag, Objekt oder Subjekt? Man ahnt es nicht einmal.

D ...

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Tanz Juli 2012
Rubrik: highlights, Seite 48
von Ora Brafman

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