Zukunftslabor

Auch bei der «Tanzplattform» wird gepitcht. Zugeschaut hat Thaddäus Maria Jungmann

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Dem Format der Pitchings haftet etwas von Trostpreis an: Die künstlerischen Arbeiten bzw. Methoden gelten als interessant, reichen aber nicht für einen abendfüllenden Slot im Showcase. Und doch sind sie für Kurator*innen eigentlich echte Fundorte: weniger fertige Produkte als ein Denken in Bewegung – bei gleichzeitiger Nähe zu den Künstler*innen.

Sichtbarkeit und Vernetzung
Der Raum im Dresdner Societaetstheater verspricht diese Nähe zunächst nicht: Sitzreihen, kleine Bühne. Und doch entsteht sie.

Die Offenheit zeigt sich in den künstlerischen Zugängen. Fang Yun Lo (Polymer DMT) arbeitet dokumentarisch, zeigt Arbeitsausschnitte auf einer weißen Stellwand und verbindet persönliche Erinnerung mit kulturellen Narrativen. Auf Adam Russell-Jones’ Shirt steht «We are all dreamers» – die an eine Schulpräsentation erinnernde Leinwand wird zur Projektionsfläche eigener Bilder. Seine Bewegung: Rave Culture im klassisch ausgebildeten Körper. Beiläufig politisch: «What can I do with my practice in between Ukraine and all the barbaric wars?»

Inhaltlich zeichnen sich Schwerpunkte ab: Lotte Mueller verbindet Tanz und Zirkus, Zinada arbeitet für junges Publikum. Aesthetics of Access sind präsent, ...

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Tanz Mai 2026
Rubrik: Tanzplattform, Seite 60
von Thaddäus Maria Jungmann

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