Vermischtes tanz 5/26
Jubiläum
MIR COMPAGNIE UND MINIMIR
Als Kind aus einer Arbeiterfamilie waren Ballett und ein rosa Tutu Anfang der Sechzigerjahre undenkbar. Und so spielte Béatrice Goetz, aufgewachsen in einer ländlichen Gemeinde bei Basel, leidenschaftlich Fußball und Basketball. Sie absolvierte ein Sportstudium und begann parallel, intensiv Tanzstunden zu nehmen. Schließlich landete sie in Köln in der legendären Tanzgruppe Maja Lex. Zurück in Basel bewarb sich Goetz im Dance Ensemble von Cathy Sharp, ehemalige Primaballerina während Heinz Spoerlis Basler Ära.
Sharp winkte zwar erst ab, Goetz sei zu wenig klassisch ausgebildet. Doch dann half ein Zufall: Die Aspirantin konnte für eine Tänzerin einspringen und blieb, bis zu ihrem 39. Lebensjahr.
Die heute 66-Jährige hat nichts von ihrer jugendlichen Begeisterungsfähigkeit eingebüsst. Was Goetz anpackt, tut sie hundertprozentig. Mitte der Neunzigerjahre machte sie am Theater Basel eine Spielleiterinnen-Ausbildung: «In der Verbindung von Tanz und Theater ging eine Welt für mich auf», erzählt sie. Gleichzeitig bildete sie an der Uni Basel Sportstudierende in Tanz aus und kam da erstmals mit Breakdancern in Kontakt. Mit ihnen inszenierte sie ein ...
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Tanz Mai 2026
Rubrik: Praxis, Seite 72
von
Ihr Name steht in großen Lettern auf dem schwarzen Vorhang, der sich sogleich zu Meeresrauschen und Möwengeschrei öffnet. Um die komplexe Figur der mythologischen Medea, deren Racheakt im Kindsmord gipfelt, geht es allerdings kaum in den folgenden eineinhalb Stunden. Vielmehr wird sie zu einer Projektionsfläche, um auszuloten, was es bedeutet, als Fremde in ein...
Abschied
BIRGITTA TROMMLER
Birgitta Trommler war eine Macherin. An der Deutschen Sporthochschule Köln lernte sie von Maja Lex, auf die eigene Kreativität zu vertrauen. Alles andere kam dann ab 1965 in New York, in den Studios von Martha Graham und Katherine Dunham, in Trainings bei Cunningham und Limón. «Du kannst das, und wenn du das glaubst, dann wird das auch»,...
Ihn müssen irgendwelche Engel über der freien Schweizer Tanzszene abgeworfen haben. Denn für diese hat sich der aus Brooklyn stammende und in Basel lebende Tänzer und Choreograf Jeremy Nedd als wahrer Glücksfall erwiesen. Jahrzehntelang hatte sich die freie Szene, insbesondere in der deutschsprachigen Schweiz, im Nachdenken über sich selbst gefangen gehalten. Und...
