Zürich: Edward Clug «Faust – das Ballett»

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Ein guter Schluss ziert alles. Ein starker Anfang ist allerdings auch nicht zu verachten, und mit dem kann das Ballett Zürich wie kaum ein anderes aufwarten. Während im Hintergrund schwefelgelbe Wolken vorüberziehen, erhebt ein Gefiederter seine Schwingen. Er ist nicht der Einzige, der aus dem Dunkel kommt. Gefallenen Engeln gleich, hat sich eine ganze Vogelschar auf dem Bühnenboden niedergelassen. Es braucht seine Zeit, bis sich alle Vögel in voller Größe aufgerichtet haben. Hitchcock lässt grüßen. So könnte eine «Krabat»-Aufführung beginnen.

Vielleicht auch ein «Schwanensee»-Akt der etwas anderen Art. Tatsächlich handelt es sich dabei um «Faust – Das Ballett». Und bei William Moore, der später immer rotes Schuhwerk tragen wird, nicht um Rotbart, sondern um Mephisto. Von Anfang an belauert er ein Schattenwesen, das gleich ihm auf der Bildfläche erscheint: einen Rollstuhl voller Bücher schiebend, seines angehäuften Wissens überdrüssig. Fraglos Faust.

Es sind in erster Linie bewegte, bisweilen sogar bizarre Bilder, die sich dem Gedächtnis einprägen. Ensembles, aus deren Mitte heraus Edward Clug seine Handlung entwickelt. In der ersten Szene sind es schwarze Vögel, die so lange um ...

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Tanz Juni 2018
Rubrik: Kritik 6/18, Seite 49
von Hartmut Regitz

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