yoga ist ein abenteuer

Tanzen kann man lernen, Yoga auch. Warum der Hype um Yoga vor allem auch damit zu tun hat, was wir darüber lesen dürfen.

Tanz - Logo

Es gibt Yoga-Anleitungen für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Über-60-Jährige, für Leute, die keine Zeit, und solche, die zu viel davon haben, für Unbewegliche und Couch-Potatoes, sogar für Männer und Haus­tiere. Für Tänzer nicht, die haben anscheinend mit Yoga kein Problem, kommen aber immer wieder vor: als die Überflexiblen mit der guten Figur und dem komischen Gang. Die Titel versprechen vitalisierende Trainings und besseren Schlaf, ausgeglichene Hormone, Erleuchtung und einen Rücken, der nicht mehr wehtut.

1330 Titel verzeichnet der deutsche Buchhandel zum Stichwort «Yoga». Meistens Anleitungen: wie man richtig übt, dabei gesund wird und bleibt, die Figur strafft, Gelassenheit und inneren Frieden findet oder wenigstens eine schöne work life balance.

Darum geht es auch in Büchern aus der Abteilung Belletristik und populäres Sachbuch: Carmen, Patrice, Percy und Suzanne wollen abnehmen, die schwangere Amanda sucht in Indien die Erleuchtung, Danijela arbeitet mit allen Mitteln an der inneren und äußeren Selbstoptimierung, Rainer will trotz Yoga-Praxis Mann bleiben, und last but not least plaudert Kristin über intime Details aus dem Nähkästchen einer YogaLehrerin und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 18
von Katja Schneider

Weitere Beiträge
hannover: lisbeth gruwez

Sie war eine der Musen Jan Fabres. Mit dem Solo «Quando l’uomo principale è una donna» schuf er ihr 2004 ein choreografisches Denkmal. Seit ein paar Jahren geht sie nun eigene tänzerische Wege. Ihr erstes Stück, 2008, heißt «Birth of Prey» – Lisbeth Gruwez zeigt hier eine wilde Performance als körperliche Reaktion auf Live-Musik. Damit gastiert sie im September in...

newcomer: mickaël le mer

In der tiefsten Provinz Westfrankreichs, in La Roche-sur-Yon, gründete Mickaël Le Mer die Kompanie S’poart. Sie ist derzeit das bekannteste Erzeugnis der Kleinstadt zwischen Rennes und La Rochelle, die auf einem Granitfelsen erbaut wurde. Le Mer versammelte dort oben eine Handvoll Breakdance-Begeisterte und zog immer wieder hinaus in die Welt des Hip-Hop, wo er auf...

jetzt neu: der tanzplan köln

Als die Kulturstiftung des Bundes ihre ­Partner vor Ort für den «Tanzplan Deutschland» suchte, war die viertgrößte Stadt in Deutschland nicht dabei. Köln stellte sich – zwischen Abschätzigkeit gegenüber der freien Szene und politischer Eigenbrötelei – als kein zuverlässiger Kandidat für Bundesgelder dar. Die Stadt hat das irgendwann gewurmt, ist dann vor Neid...