hannover: mauro bigonzetti «la piaf»
Ein Star ist sie sowieso, in doppelter Hinsicht: Als Sängerin und als ein Stern, der 1982 nach seiner Entdeckung «3772 Piaf» benannt wurde. Dass Édith Piaf «ihren Körper verlassen hat und auf ewig in diesem Asteroiden über uns ist», gefällt Mauro Bigonzetti. So inszeniert der Erfolgschoreograf aus Italien sein Ballett, als wäre «La Môme Piaf» eine Seelenverwandte jenes kleinen Prinzen, dem Antoine de Saint-Exupéry in seinem Buch Unsterblichkeit verliehen hat: «La petite princesse».
Das kleine Mädchen, das seine Mutter mit verbundenen Augen auf die nachtschwarze Bühne der Staatsoper Hannover führt, könnte die Künstlerin sein, der Bigonzetti in «La Piaf» ein choreografisches Denkmal setzt. «Après un rêve» heißt das eröffnende Musikstück von Gabriel Fauré. Die Infantin Maurice Ravels («Pavane pour une infante défunte») durchlebt in eineinhalb Stunden am eigenen Leib und in vielfachen Verwandlungen «La vie en rose», kaum dass besagte Blume vom Himmel gefallen ist.
Das gleichnamige Chanson erklingt nur bruchstückhaft auf der kleinen Celesta, die sie ebenso wie ein Spielzeugbär ein Bühnenleben lang begleiten sollte. Auch «Je ne regrette rien» ist nicht zu hören. Nicht ein einziges Mal ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2011
Rubrik: kalender, Seite 68
von Hartmut Regnitz
3sat, www.3sat.de
14. Aug., 21.45h: «Der rote Sufi», Tanzen in Trance, Dokumentarfilm
3. Sept., 22.35h: «New York Dance», junge Choreografen in New York, Dokumentation
26. Sept., 20.15h: «Florian Schroeder und Gäste» mit den Locking-Tänzern Hilty & Bosch
arte, www.artepro.com
1. Aug., 21.55h: «12 Tangos», ein Film von Arne Birkenstock
13. Aug., 23.30h: Kulturmagazin...
Wer zieht die Fäden, wenn 14 Menschen schweben und schlingern, als schwämmen sie in einem Aquarium aus Licht und Klang? Flossen und Gräten haben alle Fische, nur sind die einen flinker, wendiger und sprungbereiter als die anderen, die sich eher träge treiben lassen. Nennen wir es eine Polyfonie, wenn dieser Schwarm ins Hüpfen und Straucheln gerät, der auf und...
...die Projektleiterin von «Tanzplan Deutschland», und Ingo Diehl, der Leiter der Tanzplan-Ausbildungsprojekte, haben die gemeinnützige Unternehmergesellschaft Diehl + Ritter gegründet, mit der sie die beiden Fonds der Kulturstiftung des Bundes, «Tanzfonds Erbe» und «Tanzfonds Partner», betreuen werden. Am 1. September wird dazu auf tanzfonds.de die Projekt-Website...
