genf: steven cohen «the cradle of humankind»

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Die allerletzte Ausgabe der «Antipodes» in Brest bot eine der größten Überraschungen der Saison. Da zeigte sich: Steven Cohen kann auch anders, ohne Schockvideos, ohne Lederstrapse, ohne schrille Schminke. Hier geht es weder um Religion noch um Homosexualität, noch um Symbole, an denen sich Konflikte entzünden. In «The Cradle of Humankind» entdeckt er seine zärtliche Ader und stellt eine Frau in den Mittelpunkt: die 90-jährige Nomsa Dhlamini, einst Haushälterin und Kindermädchen der Familie, die hier zum fünften Mal an seiner Seite auftritt. Beide «kennen» sich seit 40 Jahren.

Cohen, der in ihr einen Ersatz für seine alkoholabhängige Mutter zu suchen scheint, überhöht sie gerührt: «Nomsa bewahrt und überliefert meine Lebensgeschichte.» Umgekehrt ist es schwieriger. «Von ihrer Geschichte weiß ich nicht viel», bekennt er. Hat sie eine? Das ist die Frage. Wer als Afrikanerin nur anonym und in Unterwürfigkeit existiert, muss sich damit trösten, nichts anderes als den Ursprung der weißen Herrschaft zu bedeuten. «The Cradle of Humankind» beruht nämlich auf dem Postulat, dass die Wiege der Menschheit in Afrika liegt. Cohen wird daran nicht rütteln.

Auf einem großen Bildschirm zeigt er, wo ...

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Tanz August/September 2011
Rubrik: kalender, Seite 74
von Thomas Hahn

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