Yasmeen Godder: «Singular Sensation»

«Singular Sensation» in Berlin

Tanz - Logo

Ihr jüngstes Stück «Singular Sensation» ist das erste, das in Ihrem eigenen Studio entstanden ist. Glückwunsch.                                                                                      Ich fühle mich in meinem eigenen Raum hier in Jaffa wie im Himmel. Es ist ein ganz anderes Schaffen als vorher. Natürlich braucht es noch ein Upgrade, Fenster, die den Lärm abhalten. Aber ich brauche auch das Leben, das von außen in mein Reich eindringt. Es ist Teil meiner Arbeit.



Kommen von dort Ihre Ideen?                                                                                  Jedes Stück beginnt in meinem Kopf. Bisher brauchte es keinen Anstoß von außen – aber das ändert sich in Lyon: Les Subsistances hat bei mir ein Stück bestellt, eins über Walzer, über Johann Strauß. In «Singular Sensation», eine Koproduktion mit Montpellier Danse, Hebbel am Ufer in Berlin und dem Suzanne Dellal Center in Tel Aviv, kommen dagegen Ideen zusammen, über die ich immer mal recherchieren wollte. Ich bringe dazu Fragen mit ins Studio, die mich zwingen, Wege zu finden, etwas zu entdecken.

Zum Beispiel?                                                                                                   ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2009
Rubrik: Interview, Seite 34
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Blanche Neige

Jean Paul Gaultier, Ihre aktuelle Kollektion ist also tatsächlich von der Arbeit zu «Blanche Neige» beeinflusst?                                                                                                     Mir geisterte ja ständig der Name Angelin Preljocaj durch den Kopf. Endet das nicht wie «cage» (Käfig)? Plötzlich war meine Winterkollektion voller...

Pierre Lacotte: «La Sylphide»

«Es ist den Volkssagen eigentümlich, dass ihre furchtbarsten Katastrophen gewöhnlich bei Hochzeitsfesten ausbrechen.» Der Ironiker Heinrich Heine hatte bei seinen Reflexionen über die «Elementargeister» auch «La Sylphide» im Blick. Er war Zeitzeuge von Marie Taglioni, die im Tanztheater ihres Vaters Filippo als Elfe mit Flüglein und Spitzenschuhen Triumphe feierte...

Martin Schläpfer, Nick Hobbs: «Programm XXVIII»

Was schon die kleine Meerjungfrau nervte, kann bei Tänzern nur zur Behinderung werden: Vier liegen am Boden, die Beine zusammengepresst wie Fischschwänze. Da ist nichts mehr mit leichtfüßigen Sprüngen, nur noch krakendes Gewinde. Einen wollen die Füße nicht tragen, die Wirbelsäule richtet ihn nicht auf, sein Leib gerät aus den Fugen. Später wird eine Tänzerin mit...