Wissen in Bewegung
heißt das Motto auf dem Tanzkongress in Berlin vom 20. bis zum 23. April. Theorie und Praxis wollen sich nah kommen. In kaum einer anderen Kunstform scheint dieses Bedürfnis größer zu sein. Und notwendiger. Es müssen Nährstoffe für eine Annäherung her. Zwischen Tänzer und Tanzprofessorin. Hier theoretisiert die Akademie die Wahrnehmung von Bewegung. Dort greift die Tanzausbildung nach ihrem intellektuellen Horizont. Nicht nur aus Bildungshunger. Auch, um politisches Gewicht zu erhalten.
Dafür ist der April ein Wonnemonat: Nach dem Tanzplan Deutschland hatte sich ein paar Tage später die Ständige Konferenz Tanz gegründet und soll nun die Speerspitze der politischen Vorwärtsverteidigung der Tanzkunst werden. Macht macht mobil. Die Konferenzler werden auch auf dem Tanzkongress in Erscheinung treten, als Senatoren. Nie gab es so viel Lobby für den Tanz, so viel, dass wir versucht haben, da mal durchzublicken. Auf Seite 16.
Pädagogen und Akademiker stellen nun eine Art Bildungsbürgerschaft des Tanzes dar. Das Volk sind die Praktiker, Choreografen und Tänzer. Sie betreiben die ökonomische Feldarbeit, auch wenn viele ihre Kunst fast nur noch nebenerwerbsmäßig ausüben. Hauptamtlich wird ...
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Im Februar 1999 erschienen in ballet-tanz Zeichnungen der Londoner Künstlerin Jo Brocklehurst (Foto Andrzej Wirth) zu einem Bericht vom Clubbing im Londoner Underground, ein Echo der Punkszene der 1980er. Brocklehurst war die Portraitistin dieser Szene, der Gender-Transgression, des Crossdressing, des exhibitionistischen S/M, um hinter der Maskerade das menschliche...
Wenn er eins nicht gelernt hat, dann das: Problemen aus dem Weg zu gehen. Thomas Lehmen stellt sich ihnen mit masochistischer Lust. So erweist sich Lehmen lernt am Ende als ein erheiternder Exkurs in Sachen Selbsterfahrung und -findung. Zunächst entpuppt sich der Performer allerdings als Kind im Mann, immer die Rassel griffbereit. Wie eine endlose Litanei...
