Wille aus Wasser

Künstlerin und Unternehmerin: Die chinesische Choreografin Xie Xin knetet Luft und Liebe in den Tanz

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Wie wird man «Shooting Star» im Tanz? Was ist das? Mit dem Begriff wird in Bern die Gastchoreografin Xie Xin beworben. Das Reklamewort meint wohl, dass die Chinesin bessere Stücke macht als viele andere, dass sie viel gebucht wird, Venedig, Paris, Hamburg … bis nach Moskau. Dass sie eine erstaunliche Persönlichkeit ist. Vielleicht auch, dass sie eine Frau ist, endlich (wieder) eine erfolgreiche, die nicht auf inszenatorische Überwältigung setzt. Von «Shooting» im Sinne von plötzlich kann bei Xie Xin nicht die Rede sein.

Anfänge auf Anfänge
Mit ihren 40 Jahren ist sie eine überragende Tänzerin, in jedem Moment kann sie überall sein mit ihren Fingerspitzen, Füßen, Schultern, Becken, mit dem Kopf. Super weich und widerständig. Sie war schon immer unermüdlich und betont im Gespräch, dass sie Chancen erhielt. Die sie ergriff. Jahrgang 1985, gehöre sie zur Generation von Künstlern in China, die im richtigen Moment von kultureller Öffnung und wechselseitiger interkontinentaler Neugier profitieren konnten. Glücksfall. Zwei europäische Karrieremomente haben Namen: Bruno Heynderickx und Delta Danse.

Ihre Mutter war Tanzlehrerin. Die Eltern ließen sich scheiden. Kein Wohlstand in dem Haus in ...

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Tanz April 2025
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Melanie Suchy

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