Wie schön!

Die Männer fest im Griff. So befreite der Tanz die Frau. Tanz hat auch dieses Image. Gehen Männer deshalb seltener zum Tanz als Frauen? Hat Billy Elliot dieses Bild wieder verändert? Oder die Public Relations? Kann man das Image des Tanzes überhaupt ändern? Und wenn, wo findet man Mitstreiter? Dirk Podbielski über den Tanz mit der Öffentlichkeit

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Für den Außenstehenden bedeutet Tanz alles Mögliche. Er denkt ihn sich klassisch oder sportlich, feierlich oder artistisch, künstlerisch oder karnevalesk – Tanz gibt es im öffentlichen Bewusstsein nur in solchen Bruchstücken.

Anders als in der Literatur, wo sich verschiedene Genres unter dem Dach von Buch und Verlag in Buchläden, Bibliotheken und Internet gar  nicht erst auf den Nenner «geschriebene Sprache» einigen müssen, steht der Tanz zwischen Bühne und Ballhaus, Disko und Dorfplatz auf so vielen Beinen, dass er in Medien, Politik und Öffentlichkeit viel zu verschieden wahrgenommen wird, um ein klares «Image» von sich zu erzeugen. Literatur, um beim Vergleich zu bleiben, mag gute und schlechte Bücher produzieren, aber ihr Image, der Bildung zu dienen, ist so unzweifelhaft, wie der Tanz eine unübersehbare Vielzahl möglicher Aussagen zu seinem «Nutzen» hervorbringen muss, dass es Bände füllt.
«Tanz ist kein Sport, Tanz ist – in seiner theatralen Ausformung – Kommunikation», schreibt zum Beispiel Katja Schneider, Ko-Jurorin der Tanzplattform Deutschland 2004. Und verweist damit den Tanzsport auf die Plätze, um dem Bühnentanz aufzuhelfen. Der Diskurs zum Tanz lebt von solchen ...

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Tanz Februar 2005
Rubrik: Das Image des Tanzes, Seite 28
von Dirk Podbielski

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