Wegweisend

Zehn Tanzakteur*innen mit den besten Aussichten

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Victor Cagnin
Dass Victor Cagnin, keine 20, ausgerechnet als Tadzio in Benjamin Brittens Oper «Tod in Venedig» erstmals so richtig ins Rampenlicht tanzt und damit wohl seine Karriere als großgewachsener Danseur noble gestartet hat, war nicht vorhersehbar gewesen. In der rundum geglückten Koproduktion der Wiener Volksoper mit dem Royal Opera House Covent Garden folgte man nicht nur der atmosphärischen Regie von David McVicar mit Rainer Trost als Aschenbach, sondern genoss auch die integrierte Choreografie von Lynne Page, die sich durch den gesamten Abend zieht.

Cagnin war da erstmals auch darstellerisch mit einer wichtigen Rolle betraut, die ihm, wie er erzählt, von Vorstellung zu Vorstellung mehr Erfahrung bringt und ihn ahnen lässt, was ein Albrecht, ein Siegfried ihm einmal abverlangen könnten. Mit Leo Dixon, dem britischen Tadzio dieser Inszenierung, hat er nicht gesprochen, aber während der Einstudierung der fertigen Choreografie dessen Vermögen gespürt.

2002 in Lyon geboren, hat Cagnin zunächst in der Ballettschule seiner Mutter studiert, ehe ihn die Ballettakademie der Wiener Staatsoper 2016 nach Wien lockte. Vladimir Shishov und Mihail Sosnovschi nennt er als prägende ...

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Tanz Jahrbuch 2022
Rubrik: Die Saison 2021/22, Seite 141
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