Wegweisend

Tanzakteur*innen mit den besten Aussichten

Tanz - Logo

REBECCA AMOROSO
Wahrhaft auffallende Erscheinung: groß, blond, sehr jung – was überhaupt nicht zählt, sobald Rebecca Amoroso zu tanzen beginnt. Mit Passion und Reife, weit über ihre 22 Jahre hinaus. Tatsächlich ist die Italienerin das derzeit jüngste Mitglied von Gauthier Dance am Theaterhaus Stuttgart – mit Bedacht gewählt, wenn auch ursprünglich als Hospitantin. So geschehen, als die Pôle National Supérieur de Danse Rosella Hightower (PNSD) die fast fertige Schülerin in die Welt schickte, um professionelle Peilung aufzunehmen.

Bis dahin war es ein weiter Weg für das Mädchen aus Pavia. Die Eltern führen ein Restaurant vor den Toren der Stadt und haben zumindest die Liebe zum Kochen auch der Tochter vererbt, die sie als Dreijährige in eine Ballettschule brachten. Zehn Jahre und viele Talentbeweise später landete Rebecca an der PNSD in Cannes, obwohl sie kein Wort französisch sprach. Das erste Jahr gestaltete sich schwierig, bis heute hat sie italienische Freund*innen, die ihr an der Schule Halt und Heimat gaben. Noch einmal knapp zehn Jahre später folgte das Hineinschnuppern bei Gauthier Dance – und die Landung bei der gerade gegründeten Juniortruppe. Es war Eric Gauthier, der sie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Die Saison 2025/26, Seite 138
von

Weitere Beiträge
Avatare

Sieben Kameras filmen auf der Bühne zwei Menschen in Ganzkörperanzügen mit einer Vielzahl von Tracking-Markierungen. Die Bewegungen werden in Echtzeit verfremdet, vervielfältigt, vor und hinter die Szene projiziert. So entsteht ein virtueller Tanz von Mensch und Avatar. Ist das, was Sie mit «Mirror» machen, Spitzentechnologie?
Wir setzen in dieser Produktion eine...

Choreografin des Jahres: Sharon Eyal

Sharon Eyals unverwechselbarer Stil ist ein Markenzeichen. Er zeichnet sich durch rhythmische Schritte, pulsierende Ensembles sowie eine Vorliebe für Struktur und Symmetrie in Vollendung aus: Hypnotische Klangwelten und schnörkellose Bühnenbilder unterstreichen die dramatische Dimension der Körper. In Summe entsteht daraus eine einzigartige künstlerische Welt....

Verführung

Zwei Stunden komplett aus der Welt herausfallen? Kriege, Krisen und Konflikte wegblenden, abschalten, ausknipsen? Mit 70000 Fans im Berliner Olympiastadion abwechselnd auf einen Bühnenwinzling und zwei Riesenscreens starren, während die Füße wehrlos mittanzen – geht das? Ist das erlaubt, legitim und vertretbar angesichts einer Gegenwart, die ziemlich ungebremst auf...