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Luz Arcas
Mit Haltung tanzen: Luz Arcas ist eine Forscherin an diesem Ideal, eine Könnerin auf der iberischen Halbinsel. Für ihre Haltung zur Kunst erhielt sie 2024 den spanischen Nationalpreis «Premio Nacional de Danza». Ihre forschen(den) Bewegungen sind heutig, stammen aus keinem Tanzstudio, keiner Improvisation, keiner Innerlichkeit, Arcas hasst allen Kult um eine «unverwechselbare Handschrift» – Originalität ist für sie ein Markenzeichen des Neoliberalismus. Ihr Material operiert sie vielmehr aus oft verschütteten regionalen Tanztraditionen.

Ihre Requisiten stammen aus Galicien: Tücher, Kleider, peitschenlange Gurte – die sie in Madrid nachbehandelt wie Objekte der Kunst, auf der Bühne, auch in Museen, gemeinsam mit DJ, Gesang und Geige. Sie glaubt an einen wahrhaftigen Körper, an «einen, der real ist. Einen Körper, der vehement sich seiner Vergänglichkeit aussetzt». Ihre Schritte sind: klar, insistierend, rebellisch. Nicht Flamenco, nicht Folklore, sondern aus ihr abgeleitet und ins Heute transponiert. Arcas komponiert vermeintlich Solostücke, stets im Dialog mit anderen Künsten, setzt ihre Trilogien wie Glieder zusammen, so ihren «Zauberkreis» («Ciclo de los milagros»): drei ...

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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: Tanzakteur*innen, Seite 150
von

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