Challenge
Büro von Michael Banzhaf, Deutsche Oper Berlin: «Tout va bien» steht auf der Fensterscheibe, ein Slogan, den der Leiter des künstlerischen Betriebs und Berliner Kammertänzer vom Vorgänger übernommen hat. Schöner Spruch – aber wie verhält es sich in der Realität mit Themen wie Body Positivity, Ernährung, Körperlichkeit, Selbstwertgefühl? Davon berichten Banzhaf und der Internist Herbert Schuster, der sich in die Tanzmedizin eingearbeitet hat und zugleich Menschen betreut, die allenfalls gelegentlich tanzen.
Ist Body Positivity überhaupt noch ein Trend? Was gerade durch die Decke geht, ist «Skinny Look» und «SkinnyTok», die Rückkehr zur Super-Slim-Linie. Herbert Schuster:
Das ist ein Thema – viel häufiger, als ich es gerne hätte. Menschen tragen es in meine Praxis, die eher schlank sind, nicht übergewichtig, aber eine falsche Körperwahrnehmung haben.
Was machen Sie dann? Schuster:
Ich versuche, das Problem im Gespräch auf den Tisch zu legen – Menschen werden ja von anderen Menschen nicht so betrachtet, wie sie sich selbst im Spiegel sehen. Andere nehmen die Mimik, die Aura wahr, die Gestik, nicht die Details. Der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ist manchmal ...
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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: Balance, Seite 88
von Dorion Weickmann
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