Wegweisend
Mackenzie Brown
In drei Jahren zur Ersten Solistin: Bei manchen Tänzer*innen weiß man einfach von Anfang an, wohin sie ihre Karriere führen wird. Die junge Amerikanerin bestätigt sämtliche Hoffnungen, die man an der Akademie in Monte-Carlo oder beim «Prix de Lausanne» in sie gesetzt hatte. Nach ihrer Technik fragt schon keiner mehr beim Stuttgarter Ballett, denn jedes Rollendebüt sitzt bombensicher und die scheinbar völlig furchtlose Tänzerin findet in jeder Vorstellung weitere Nuancen.
Brown erwächst nicht nur mit ihrer klassisch-schönen Haltung oder ihrer Musikalität zur echten Ausnahmeballerina, sie brilliert auch als Interpretin, mit dramaturgisch durchdachten und doch natürlich gespielten, nie übertriebenen Porträts. Ihre Julia entwickelte sie von der lächelnden ersten Liebe zur existenziellen Verzweiflung und echter Shakespeare-Tiefe. Besser noch als ihre mehrfach gedrehten Fouettés-Kaskaden in John Crankos «Schwanensee» war das dämonische Augenfunkeln des Schwarzen Schwans – da wird es noch sehr viel zu entdecken geben. In William Forsythes «Blake Works I» spielte sie geradezu mit der Dynamik, mit einem übermütigen Rhythmusgefühl und dem instinktiven Empfinden für die Tönung ...
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Tanz Jahrbuch 2024
Rubrik: Saison 2023/24, Seite 151
von
Macht wird vielfach zu schnell mit Kritik assoziiert. Neben einem Begriff des Machtmissbrauchs gibt es jedoch auch einen Begriff des Machtgebrauchs. Der folgende Überblick über die Soziologie der Macht bemüht sich daher um einen positiven Machtbegriff, der Machtkritik nicht ausschließt, sondern zusätzlich einen Blick darauf wirft, dass Macht den immer noch...
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