Wasser, Luft und Feuer, Erde

Louise Midjord Et Al. «NOKO» in Kopenhagen

Tanz - Logo

Es sind deren vier, und wohl deshalb hat sich Ballettchef Frank Andersen als Initiator des NOKO-Koop-Projekts für die dänische Variante einen besonderen Rahmen einfallen lassen: keine x-beliebige Tour d’Horizon, bestückt mit den verschiedensten Arbeiten nordischer Choreografen, sondern ein Abend, der geradezu programmatisch ihre Gegensätzlichkeit wieder relativiert – indem er die einzelnen Stücke den vier Elementen zuordnet und Lichtdesign wie Kostümierung in die gleichen Hände gibt.

Mikki Kunttu, der begnadete Beleuchtungskünstler aus Helsinki, ist es denn auch, der am Ende selbst die Erde zum Tanzen bringt, ohne dass sich der Boden jemals von der Stelle rührt. Und Erika Turunen kleidet das Ganze so ein, dass sich trotz aller Einheitlichkeit die Unterschiede nie verwischen.
Viel versprechend «Vand». Louise Midjord, ein junges Ensemblemitglied des Königlich Dänischen Balletts, hat sich von dem Gedicht «Wasser meiner Träume» inspirieren lassen und den Text von Anders August, wie sie sagt, in eine «Zeichensprache» übersetzt. Aber sie klebt dabei nicht am Wort, sondern schafft sich auf diese Weise ein Bewegungsvokabular, das ihr Traumspiel voller Bedeutung erscheinen lässt. Klar wird ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2005
Rubrik: On Stage, Seite 42
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Die Fliege machen

«Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar», zitiert das Programmheft einen Kernsatz aus dem Buch «Der kleine Prinz». Nichts dagegen. Aber ein «phantastisches Ballett», das sich seine Geschichte zu eigen macht, will vor allem gesehen werden, und das nicht bloß mit dem Herzen.
Gregor Seyffert muss sich also schon was einfallen lassen, und damit hat er keine Not:...

Techniques to Ecstasy

“A shaman is the only human being able to challenge the danger and venture into a mystical geography ...“ or so wrote Mircea Eliade, former professor at the Sorbonne and University of Chicago. Well, if I begin in the territory of “mystical geography“ where could I possibly go from there? My own adventure seemed less dangerous. I went to meet a shaman named Hiah...

Checkt euch aus

Ekstase ist schwer angesagt: «Da trat ich aus mir raus», sagen die Tänzer, «geriet in einen flow», das «kann man nicht erklären», es war «wie eine Droge». Alexander Löwen nannte es 1975 in seinem Klassiker «Bioenergetics» «das Vibrieren des Körpers, das es ermöglicht, die unwillkürlichen Bewegungen des Körpers als Ausdruck seines Lebens und dessen Kraft zu erleben...