Warschau
Die Mobile Akademie schöpft nicht aus dem Vollen. Sie lebt von Defiziten und schließt Lücken. Anders als andere mobile Einrichtungen wie Bofrost oder der Pizzabote kommt sie aber nicht nach Hause. Im Gegenteil: Die Teilnehmer müssen sich schon selbst auf die Socken machen – in diesem Jahr geht die Reise nach Warschau. «Ein Monat zwischen Aktionismus und Nachdenklichkeit» war all jenen versprochen worden, die sich 1999 zum ersten Mal für die Veranstaltung bewarben. Die fand im Ruhrgebiet statt und stellte die grundlegenden Techniken des Theatermachens auf den Prüfstand.
Die Arbeit der Akademie bezog sich dabei von Anfang an wesentlich auf den Ort des Geschehens. Zunächst waren es die Gänge durch die vom Strukturwandel betroffenen Industrieruinen, die das Denken über die Zukunft des Arbeitens in Gang setzten und auch die Frage nach der Umwidmung brachliegender Orte für die Kultur. Als die Akademie fünf Jahre später am «Hebbel am Ufer» in Berlin gastierte und die ständige Neudefinition von Identitäten auf der Basis erfundener Traditionen eruierte, erhielt das Thema «Fakelore» wieder entscheidende Impulse vom Unterwegssein in der Stadt. Neben den hochkarätigen Kursen ist city mapping ...
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Ich tanze seit meinem fünften Lebensjahr. Mittlerweile bin ich fast 16 und möchte nach meinem Abitur eine Tanzausbildung auf dem Gebiet Jazz und Modern Dance absolvieren. Die einzige Schule, die ich gefunden habe, ist die Rotterdamse Dansacademie. Nach vier Jahren Studium werde ich dort Bühnentänzerin, Tanzlehrerin und Choreografin sein. Nur ist Holland sehr...
Übers Kreuz liegen sie nicht. Im Gegenteil. Wenn Sidi Larbi Cherkaoui und Jean-Christophe Maillot ihren Stellungswechsel «Chassé-Croisé – pour deux créations» titulieren, spielen sie lediglich mit zwei Begriffen aus dem Ballettvokabular, die sowohl ihre Gemeinsamkeiten wie ihre Unterschiede signalisieren. Sidi Larbi Cherkaoui entstammt den Ballets C. de la B.,...
His shaved head, pronounced brow, his piercing eyes and warm smile, make for a disarming combination of looks and intention. In no uncertain terms, the Israeli-born choreographer is making people take notice. At 37, Gat is gaining international recognition for his choreographic work. In his newest evening-length work for 11 female dancers, “K626,” Gat turns to...
