Wang Ramirez

Früher Battles, heute Glamour: Wie das B-Girl aus Berlin und der B-Boy aus Frankreich zu Stars zwischen Tanz und Pop wurden.

Tanz - Logo

Onstage = offstage. A la scène comme à la ville. Paare, auf der Bühne wie im Leben. Wenn Lebenspartner gemeinsam choreografieren, wenn die Liebe zur Kunst mit privater Liebe einhergeht, wird oft Neues in die Welt gesetzt. Nicht nur Kinder. Es geht auch ohne Nachwuchs, so wie beim ersten Paar der modernen Tanzgeschichte: Das waren Ruth St. Denis (1879 – 1968), die «First Lady of American Dance», und Ted Shawn (1891 – 1972), die 1915 zusammen die Tanzschule Denishawn gründeten, in der auch Martha Graham ihre Ausbildung begann. 1931 etablierten St.

Denis und Shawn das Tanzzentrum Jacob’s Pillow in Becket, Massachusetts. Und genau dort trat vor nicht allzu langer Zeit ein aktuelles choreografisches Lebenspaar in Erscheinung: Nämlich die Berlinerin Honji Wang und der Südfranzose Sébastien Ramirez, seit 17 Jahren unzertrennlich. Sie führten in Becket ihr Duo «Monchichi» auf, das ihre multikulturelle Beziehung erzählt. Wenig später wurde Jacob’s Pillow zum Geburtsort für das Duo «No. 1», einem tänzerischen Dialog zwischen B-Girl Wang und Sara Mearns, principal dancer am New York City Ballet. Sébastien leistete Beistand von außen, spielte den Geburtshelfer. Für Honji war es eine ganz ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2022
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Thomas Hahn

Weitere Beiträge
Utopien

Sie haben beide künstlerische Verbindungen nach Russland. Was ging in Ihnen vor, als Sie vom russischen Angriff erfuhren?
Sasha Waltz: Ich war erschüttert. Ich steckte noch mitten in den Proben zu «SYM-PHONIE MMXX», und natürlich haben wir das Geschehen auch in diesem Rahmen diskutiert. Am Tag des Angriffs haben wir die Probe mit einer Schweigeminute begonnen, weil...

Buch, CD, DVD 5/22

Sammelband
EUTONIE
Als die Rhythmikerin Gerda Alexander (1908 – 1994) entdeckte, wie der Muskeltonus auf Körper und Psyche wirkt, existierten kaum Forschungen zu Faszien, Spiegelneuronen oder der Plastizität des Gehirns. Dennoch sind diese Elemente in Alexanders Körperarbeit verankert und wurden seither fortentwickelt. Hier kommt man einer der feinsten Methoden des...

Cie.La Ronde - Ein Reigen

Diese Kompanie ist Corona-geboren. Cathy Marston, freischaffende Choreografin und designierte Direktorin des Ballett Zürich (tanz 3/22), und Ihsan Rustem, freischaffender Choreograf, sind beschäftigte Vielflieger. Will heißen, sie waren beschäftigte Vielflieger, bis sie – wie alle ihrer Kolleginnen und Kollegen – durch Covid-19 gegroundet wurden. Das schrie nach...