«Voyage» von Emanuel Gat
Es ist nicht nur Marketing-Strategie, wenn sich zwei unabhängige Tanztheater zusammentun. Bisher erlebte man Ähnliches als letztlich überteuerte Variante des Sparzwangs öffentlich subventionierter Häuser. Der versuchten Fusion Wuppertal-Gelsenkirchen kräht heute kein Hahn mehr nach.
Bremen und Oldenburg firmieren mit jeweils zehn Tänzern nunmehr unter einem
gemeinsamen Namen: nordwest. Sie behalten ihre künstlerischen Leiter, die zugleich als choreographers in residence fungieren. In Bremen ist das wie gehabt Urs Dietrich, in Oldenburg Jan Pusch.
Sie steuern je einen Abend zum saisonalen Spielplan bei. Die Kompanien bespielen ihre Häuser wechselseitig, und es wird eine gemeinsame Produktion für alle zwanzig Tänzer geben, die dieses Jahr Rami Be’er bestreitet. Der Länderschwerpunkt ist Israel, weshalb Guy Weizman & Roni Haver in Oldenburg ein Programm bestücken werden. Emanuel Gat, der vor Kurzem nach Südfrankreich ausgewandert ist, weil man in Israel die Finanzmittel auf ein unerträgliches Minimum gekürzt hat, eröffnete die Tanzsaison in Bremen.
Im neuen Schauspielhaus konnte man staunend erleben, wie einer mutig und klug heilige Kühe auf ihre Anatomie untersucht. Leider, und dies ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Benita Cantieni hat ein Trainingsprogramm mit über 500 Übungen entwickelt. Als «Cantienica-Methode für Körperform & Haltung» ist es inzwischen geschützt und wird längst nicht mehr nur im Studio an ihrem Wohnort Zürich gelehrt. Auf der Internetseite finden sich nach Postleitzahlen sortierte Adressen zertifizierter Cantienica-Trainer in vielen Ländern. Nicht...
Sie wissen, wie man sich anpreist. Neunzig Prozent aller Absolventen der Schule Europa Danse finden ein Engagement in einer Kompanie, heißt es. Jean-Albert Cartier gründete Europa Danse 1999 und gab seitdem 250 Tänzern die Chance, ihr Können zu zeigen. In diesem Jahr dürfen sie besonders viel beweisen: auch Flamenco und Hüpfen unter Pappschachteln. Das sind zwei...
Er tanzte als Halbsolist an der Berliner Staatsoper und als Solist bei Maurice Béjart, wurde mit dem John-Neumeier-Stipendium gefördert, studierte an dessen Schule, absolvierte eine Choreografenausbildung in New York, wo er auch eine eigene Gruppe gründete. Technisch steht er also sicher auf zwei Beinen, um in seiner zweiten Spielzeit als Tanzdirektor in Kassel...
