Benita Cantieni

Tanz - Logo

Benita Cantieni hat ein Trainingsprogramm mit über 500 Übungen entwickelt. Als «Cantienica-Methode für Körperform & Haltung» ist es inzwischen geschützt und wird längst nicht mehr nur im Studio an ihrem Wohnort Zürich gelehrt. Auf der Internetseite finden sich nach Postleitzahlen sortierte Adressen zertifizierter Cantienica-Trainer in vielen Ländern. Nicht unangenehm anstrengend, aber ungeheuer effektiv und wohltuend wirken die Übungen, mit denen zunächst eins aktiviert wird: die skeletthaltende Tiefenmuskulatur.

Die mehrlagige Beckenbodenmuskulatur etwa wird mit allen umliegenden Muskeln des Rückens, des Bauchs, der Hüften und der Beine «zum Powerbecken vernetzt», wie Benita Cantieni schreibt. Das heißt, zum Beispiel im Sitzen: Man zieht die Sitzknochen zueinander und schiebt sie nach unten in den Stuhl. Dann springt automatisch der hintere Levator ani an, und auch die Bauchmuskulatur macht sich bereit, den Bauch zu heben. So entstehen, von unten aufgebaut, ein fester Po, ein langer, gerader Rücken, eine schmale Taille, ein flacher Bauch, nach unten und hinten entspannt in ihre Position sinkende Schultern, und schließlich ein gestreckter Nacken, auf dem frei und hoch erhoben der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2007
Rubrik: Service, Seite 74
von Wiebke Hüster

Vergriffen
Weitere Beiträge
«Zooming 4: The Sea is a Skin» von Daniela Kurz

Kann Dermatologie poetisch sein? Daniela Kurz sieht keinen Grund, das nicht zu untersuchen. Die Versuchstiere: drei abgestürzte Fallschirmspringer. Wie Schmetterlinge im Spinnennetz hängen sie in ihren Seilen, aufgespießt von Blicken, und zappeln zum zirpenden Gesang von Paul Gigers Violine sowie dem Trillern von Marie-Louise Dählers’ Cembalo. Ende des Prologs,...

Nussknacker, leichtfüssig gemacht

Über «Schwanensee» kann man 52 Wochen im Jahr reden, auch im Sommer. Der «Nussknacker» dagegen ist ein seasonal ballet. Dazu hat ihn die angelsächsische Nachkriegszeit erzogen. Großbritannien liebt es, weil Weihnachtspantomimen dort Tradition sind. Der «Nussknacker» ist ein patriotischer Immigrant. Seit George Balanchine 1944 die Kampfszenen mit der amerikanischen...

Jenseits

Die Räume sind eng, die Körper beinah schwerelos, was manche an Fred Astaires «Royal Wedding» erinnert, als der Meister noch die Wände hochtanzte. Bei Florian von Ploetz gehen die Tänzer eher die Wände hoch, mehr aus Platzangst, aber auch, weil man die Wände drehen und wenden kann, wie man will. Diese Räume stehen nicht ganz so aufrecht, wie es die Kamera glauben...