Europa Danse: «Picasso et la danse»
Sie wissen, wie man sich anpreist. Neunzig Prozent aller Absolventen der Schule Europa Danse finden ein Engagement in einer Kompanie, heißt es. Jean-Albert Cartier gründete Europa Danse 1999 und gab seitdem 250 Tänzern die Chance, ihr Können zu zeigen. In diesem Jahr dürfen sie besonders viel beweisen: auch Flamenco und Hüpfen unter Pappschachteln. Das sind zwei der Attraktionen in «Picasso et la danse», das nach Originalskizzen gefertigte Kostüme, Bühnenbilder und -vorhänge aus der Werkstatt des großen Befreiers der Kunst zeigt.
Zwei der vier kurzen Choreografien entsprechen dem historischen Vorbild, wobei «Parade» (1917) ein Glücksfall ist. Picassos Idee, den Kubismus dreidimensional auszuleben, traf auf die ironische Musik Eric Saties. Wie es sich für einen Star gehört, wird Picassos Bühnenvorhang durch den Vorhang des Theaters verhüllt. Vorhang für den Vorhang! Im Théâtre des Champs-Elysées lässt sich noch heute erahnen, warum es 1917 im Théâtre du Châtelet wegen «Parade» zu Tumulten kam. Selbst die Tanzschritte muten kubistisch an. Wenn die zwei kastenförmigen Manager zu ihren grotesken Hüpfern ansetzen, sind nur ihre Arme und Beine zu sehen. Die Tanzgeschichte spann den ...
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