Vladimir Malakhov
Vladimir Malakhov ist sauer – und zwar zu Recht. Im vergangenen Sommer befanden sich die Berliner Opernintendanten in einer merkwürdigen Situation. Sie wussten etwas, das weniger sie selbst als vor allem Vladimir Malakhovs Staatsballett betraf. Nur Malakhov selbst wusste nicht Bescheid. Die Kulturpolitik plante einen Umzug des in der Staatsoper angesiedelten Staatsballetts in die Deutsche Oper. Darum geht es: Von 2010 bis 2014 wird die Berliner Staatsoper für über 200 Millionen Euro aufwändig renoviert.
Mehr als 30 Millionen lassen sich sparen, wenn man das Magazingebäude unsaniert belässt. Da dann aber der Platz nicht ausreicht, müsste das Staatsballett an die Deutsche Oper umgesiedelt werden. Durch eine Fusion der Opernwerkstätten werden dort riesige Flächen frei, und für nur 3,5 Millionen Euro könnte man daraus eine Infrastruktur mit zahlreichen großen Studios für das Ballett bauen. Die Überlegungen des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit sowie seines Staatssekretärs André Schmitz sind also nachvollziehbar. Nur: Während sich über die Opern dank zusätzlicher Mittel von Bund und Land demnächst ein warmer Geldregen ergießt, werden die Interessen des ...
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