Vladimir Malakhov

Vladimir Malakhov ist sauer

Tanz - Logo

Vladimir Malakhov ist sauer – und zwar zu Recht. Im vergangenen Sommer befanden sich die Berliner Opernintendanten in einer merkwürdigen Situation. Sie wussten etwas, das weniger sie selbst als vor allem Vladimir Malakhovs Staatsballett betraf. Nur Malakhov selbst wusste nicht Bescheid. Die Kulturpolitik plante einen Umzug des in der Staatsoper angesiedelten Staatsballetts in die Deutsche Oper. Darum geht es: Von 2010 bis 2014 wird die Berliner Staatsoper für über 200 Millionen Euro aufwändig renoviert.

Mehr als 30 Millionen lassen sich sparen, wenn man das Magazingebäude unsaniert belässt. Da dann aber der Platz nicht ausreicht, müsste das Staatsballett an die Deutsche Oper umgesiedelt werden. Durch eine Fusion der Opernwerkstätten werden dort riesige Flächen frei, und für nur 3,5 Millionen Euro könnte man daraus eine Infrastruktur mit zahlreichen großen Studios für das Ballett bauen. Die Überlegungen des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit sowie seines Staatssekretärs André Schmitz sind also nachvollziehbar. Nur: Während sich über die Opern dank zusätzlicher Mittel von Bund und Land demnächst ein warmer Geldregen ergießt, werden die Interessen des ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 24
von Michaela Schlagenwerth

Vergriffen
Weitere Beiträge
Johann Kresnik: «Der Ring des Nibelungen»

Als sich Johann Kresnik, 1974 in Bremen, zum ersten Mal an den «Nibelungen» vergriff und den Stoff zu einer Auseinandersetzung mit dem klassischen Ballett nutzte, war meine Rezension ein simpler Kalauer: «Das Nibelungenlied wird zum Gassenhauer mit dem Refrain Bumsphalera». Kresniks zweiter Griff zum Nibelungen-Stoff am Ende seiner Dienstzeit als Bonner...

Gisela Rocha: “Disclose”

“She’d have been 126 years old today,” I thought, as my train passed fields and cities enshrouded by the winter dusk; an all consuming darkness, evoking perhaps the same kind of black despair that ultimately convinced Virginia Woolf to drown herself in the river Ouse in 1941. Mere speculation.

The fragment of an essay Woolf wrote sprang to mind as I travelled...

Alicia Alonso: “Don Quixote”

The horse is a skeleton, a sculptor’s model for an equestrian monument – the rider is real. A sad, lean figure, his sidekick short and fat; when we see the pair on the stage of the Royal Theatre in Copenhagen, we know this is the story of the man of La Mancha who fights windmills. The veiled lady in red velvet is the Dulcinea of our knight errant’s dreams. The...