Verteilungsfragen

Auch die Freie Szene wurde während der Pandemie durch Rettungsprogramme aufgefangen. Wie geht’s weiter? Ein Gespräch mit Joana Tischkau, Annemie Vanackere und Holger Bergmann

Nach 14 Monaten Pandemie, deren Ende – hoffentlich – in Sicht ist, wollen wir wissen, wie Sie über diese Zeit gekommen sind. Und zwar aus drei verschiedenen Perspektiven: Joana Tischkau ist Choreografin und freie Künstlerin, Annemie Vanackere leitet eines der größten deutschen Produktionshäuser, das Berliner HAU Hebbel am Ufer, und Holger Bergmann organisiert und verteilt als Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste eines der größten Kultur-Hilfsprogramme des Bundes.

Soweit man das jetzt schon sagen kann: Wie ist es gelaufen während Corona?
Joana Tischkau: Es war ein Auf und Ab. Im ersten Lockdown im März 2020 war ich in Panik. Wir hatten fast das ganze Jahr mit Tour-Terminen und Gastspielen verplant. Nun wurde alles abgesagt, und niemand wusste, wie es weitergeht. Werden Ausfallhonorare gezahlt oder versuchen die Häuser die Termine zu verschieben? Schnell wurde klar, dass einzelne Institutionen mit der Situation sehr unterschiedlich umgehen. Da habe ich erst mal alle Soforthilfe-Maßnahmen beantragt, die bis dahin ausgeschrieben waren; die Hessische Soforthilfe für Solo-Selbstständige, die aber nur Betriebskosten abdecken sollte, sowie Hartz 4, für das ich aber noch zu viele ...

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Tanz Juli 2021
Rubrik: Ideen, Seite 44
von Eva Behrendt und Franz Wille

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