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CLAUDE BESSY
Dass die Pariser Oper eine «Soirée exceptionelle» in ihren Räumen veranstaltet, kommt nicht alle Tage vor. Aber für Claude Bessy, die im vergangenen Oktober 90 Jahre alt geworden ist, macht man eine Ausnahme. Die 1956 zur Danseuse étoile promovierte Tänzerin hat vor allem die angegliederte Schule geprägt, der sie von 1973 bis 2004 vorstand. Allerdings kam es unter ihrem strengen Regiment zu Missständen, die heute unter #MeToo fallen würden – ein offizieller Untersuchungsbericht fiel reichlich kritisch aus.

Bessy zeigte sich eher beleidigt als einsichtig, insofern dient die am 19. April stattfindende Soirée, bei der die heutigen Schüler*innen das Programm bestreiten, vielleicht auch der Beschwichtigung. Gezeigt werden Ausschnitte aus Serge Lifars «Suite en blanc», John Neumeiers «Yondering», Maurice Béjarts «M pour B» und eine Bach-Choreografie von Bessy.
www.operadeparis.fr

Kostenfrei zum Download gibt es jetzt die Guideline «Gerecht gestalten: Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit für Kulturakteur:innen und Kulturnutzer:innen mit Behinderung in und durch Maßnahmen der Kulturförderung» Sie ist das Ergebnis des Projekts «United Inclusion», mit dem sich Un-Label ...

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Tanz 4 2023
Rubrik: Praxis, Seite 65
von

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