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Newcomer
MTHUTHUZELI NOVEMBER
Es ist die zweite Probenwoche für den neuen Abend «Timekeepers» am Opernhaus Zürich: mit einer Arbeit der neuen Ballettdirektorin Cathy Marston, Bronislawa Nijinskas «Les Noces» (S. 56) – und einer Kreation von Mthuthuzeli November. Bevor die Arbeit losgeht, schallt fröhliches Gelächter aus dem Studio. Im Gespräch wird mir der junge Choreograf später erzählen, dass er jeden Morgen mit einer Spielrunde starte.
«Danach sind die Tänzerinnen und Tänzer frisch und entspannt», sagt der 30-Jährige, «wir alle sind offener für Neues.» November ist überzeugt, dass die Kunst vom Leben selbst inspiriert sein muss. Er choreografiert «on the spot», ohne sich vorher ein Raster oder Schritte zurechtgelegt zu haben, vertraut dabei ganz auf seine Intuition und auf die Persönlichkeit seiner Tänzer. Natürlich hat er sich im Vorfeld mit der Musik auseinandergesetzt, George Gershwins 1924 komponierter «Rhapsody in Blue», von Ballettchefin Cathy Marston vorgegeben. Keine Musik, auf die er spontan hätte choreografieren wollen: «Ich musste sie lieben lernen», meint der Choreograf. In der Regel komponiert er für seine Stücke selbst.
Aufgewachsen ist Mthuthuzeli November in ...
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Tanz Januar 2024
Rubrik: Sidestep, Seite 16
von
Stille. Nein, da läuft jemand, immer noch, tap-tap-tap wie ein zu schneller Sekundenzeiger. Die Tänzerin auf dem Laufband hält nie an. Sie trägt ein Kleid, auf den letzten Metern hält sie eine weiße Fahne, Zeichen der Hoffnung. Nicht hier. Der Schluss von «Last Work», das Ohad Naharin 2015 für Batsheva schuf, rollt ein katastrophisches Bild aus. Mit Klebeband soll...
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