Ute Bühler
Das Chladek-System in drei Sätzen … Rosalia Chladek (1905–1995) gilt als eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen des Ausdruckstanzes. Sie tanzte, choreografierte und entwickelte ihre eigene Bewegungs- und Tanztechnik: das Chladek-System. Es basiert auf den anatomischen und physikalischen Gegebenheiten. Es vereint Körperbewusstheit und Bewegungslust und ermöglicht eine differenzierte Bewegungsqualität.
Es ist eine Methode, die tänzerische Bewegung durch Spüren und Entdecken vermittelt. Zentral ist der Begriff der Spannungsdifferenzierung.
Wie sieht das konkret aus? Das richtet sich nach der Klientel, also immer anders. Wir arbeiten mit Tänzern, Schauspielern, Musikern, Sportlern, Physiotherapeuten, Kindern. Einen Übungskanon gibt es nicht. Wir entwickeln Bewegungen nach den Grundprinzipien Körperverhalten (passiv, aktiv, gleichförmig, labil ...), Gewichtsverlagerung, Bewegungsansatz (peripher oder zentral) und Ökonomie. Spannen Sie zum Beispiel den Körper kontinuierlich, so wirkt er der Schwerkraft entgegen, längt sich ...
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Bei aller tänzerischer Professionalität ist eins besonders schade: Die «Copy Coppelia» ist kein bisschen unheimlich. Dabei kopiert sie nicht nur die klassische «Coppelia» nicht; sie verschenkt die Gelegenheit, quasi direkt aus der Quelle zu schöpfen. E. T. A. Hoffmanns «Sandmann», die Vorlage beider Ballette, ist seit Freud Ausdruck des Unheimlichen schlechthin....
Die letzten scheppernden Töne des Muezzins verhallen im Hupkonzert des Nachmittagsverkehrs. Wir sind in Marokko. Im Wohnzimmer der Familie Mamoun macht die erste Flasche Wein die Runde. Während in den traditionelleren Familien die Gebetsteppiche zusammengerollt werden, wird in diesem Haushalt der Wohnzimmerteppich zur Seite geschoben. Für ein ausgesprochen...
Ein ironischer Rückblick auf die 68er, dazu eine Dosis Krimi. Sex & Crime – getanzt. Regie führt ein Choreograf. Manche Projekte erzeugen eben das gewisse Kribbeln. Allein, der zurzeit hoch gehandelte Nasser Martin-Gousset erfüllt mit «Comedy» nicht recht die Erwartungen, die er mit seinem Erfolgsstück «Péplum» selbst schuf. Er bleibt beim Kino als Ausgangspunkt,...
