Untrennbar
Wir sind Ende April morgens um zehn Uhr im Foyer de la Danse der Deutschen Oper Berlin verabredet, bevor für Anneli Chasemore und ihre Kollegin Soraya Bruno die Arbeit im «Health Department» am Staatsballett beginnt. 2016 haben die beiden Expertinnen dieses Department gegründet. Neunzehn Jahre hat Chasemore selbst getanzt, und die Liebe zum Ballett spricht aus ihr, auch wenn sie sich mittlerweile mit den physischen und psychischen Kehrseiten dieser Kunst beschäftigt.
2012 entschied sich die gebürtige Britin, den Master in Dance Science am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London zu absolvieren. Sie hatte schon während ihres Engagements beim Scottish Ballet GYROTONIC® kennengelernt. Nach einer schweren Verletzung half ihr dieses Training mehr als alles andere, um wieder auf der Bühne stehen zu können. Chasemore ließ sich zur GYROTONIC®-Trainerin ausbilden und eröffnete im September 2014 in Berlin-Schöneberg ihr eigenes Studio. Auf ihre eigene Ausbildung an der Elmhurst Ballet School und der English National Ballet School in London Anfang der 1990er-Jahre schaut sie zunächst mit mir zurück.
Anneli Chasemore, wie war Ihre Schulzeit?
Ich hatte das große Glück, dass ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2022
Rubrik: Vermessung des Tanzes, Seite 64
von Claudia Henne
Immer wenn ich diese Saison über das Ballett Zürich berichtete, ging es um außergewöhnliche Abende. Begeisternde Inszenierungen, begabte Choreografen, beeindruckende Bühnenbilder, beflügelnde Musikkonzepte, bezwingende Bilderwelten. Tänzerische Visionen mit dem Hang zum Gesamtkunstwerk. Viel gradliniger Stilwille, gemischt mit Eleganz und feiner Melancholie,...
Die ansteigenden Meeresspiegel verheißen für die Zukunft Venedigs nichts Gutes. Doch sollte die einstige Serenissima eines Tages in den Fluten versinken, es würde dennoch möglich bleiben, trockenen Fußes im venezianischen Ambiente zu flanieren. Wie das geht? Mit Drohnen, Fotogrammmetrie und daraus entstehenden 3D-Projektionen. Die virtuelle Ausstellung «Venise...
Das Tanzhaus
Wichtiger als die Frage nach dem konkreten Ort von Performances ist es, den Mut aufzubringen, Gefühlsräume zu erschaffen, in denen wir alle träumen, wachsen und uns weiterentwickeln können. Gefühlsräume, an die wir uns zurückerinnern werden. Ich denke, es ist durchaus wichtig, das zu respektieren und wertzuschätzen, was unsere schöne Kunstform bereits...
