Unter Sternenhimmeln

Die Sommerfestivals in Berlin, Zürich und Hamburg: finden statt. Über die Tricks und Mühen, die die aktuellen Bedingungen erfordern, berichten ihre Macher Virve Sutinen, Matthias von Hartz und András Siebold. Auf Zoom belauscht hat sie Arnd Wesemann

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Virve Sutinen, zuerst die gute Nachricht. Entgegen allen Unkenrufen findet das Berliner Festival «Tanz im August» nun doch statt. Wer musste wie überzeugt werden, damit das Wunder geschehen durfte?

Virve Sutinen: Zunächst musste ich selbst überzeugt werden. Wir haben nach der Absage ein Worst-Case-Szenario abgearbeitet und genau genommen drei Festivals gestemmt. Vom ersten blieb das Festival-Magazin übrig, das die ursprünglich ausgewählten Künstler feiert.

In einem zweiten Anlauf haben wir uns zu einem Online-Festival entschlossen, auch wenn wir wissen: Alle haben genug von Streaming. Aber wir sind ein diskursives Festival, das Diskussionen ermöglicht. Das muss auch außerhalb des Theaterraums möglich sein. Im dritten Durchgang haben wir den öffentlichen Raum als Spielort für uns entdeckt. Ich war skeptisch, aber für Produktionen wie William Forsythes «A Quiet Evening of Dance» ist es tatsächlich möglich, sie auch außerhalb des Theaters und außerhalb des Internets zu zeigen.

Matthias von Hartz, für die Schweiz gilt der bundesrätliche Entscheid, bis Ende August keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Leuten zuzulassen. Genau wie anderswo in Europa. Dabei zählt man in einem Festival ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Produktion, Seite 6
von Arnd Wesemann

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