Ethische Fragen

… Meinungsmosaik

«Entweder Balletttänzer oder einer der anderen.» Wer die anderen sind, hat mich sehr interessiert, und im New York der späten 80er durfte ich als klassisch ausgebildeter Tänzer eine offene, vielfältige Dance Community kennenlernen. Die Ausbildung hat sich seither stark gewandelt, eine Vielfalt von Stilen und Arbeitsweisen und ein hybrides Geflecht von Tanzformen und Körpertechniken wird heute unterrichtet. Die Absolventen und Absolventinnen zeichnen sich durch fundierte Technik, Offenheit und Improvisationsfertigkeiten aus. Sie lernen, künstlerische Prozesse aktiv mitzugestalten.

Eine internationale Schülerschaft hofft auf einen Job auf einem schwierigen Arbeitsmarkt. Tänzer und Tänzerinnen starten ihre Berufsausbildung in sehr jungen Jahren und bedürfen besonderer Fürsorge und Begleitung. Es geht darum, den Körper und das Denken von unnötigem Druck zu befreien und eine Balance zwischen Sinnhaftigkeit, Machbarkeit und Gesundheit zu finden. Bei allem Anspruch an Virtuosität sind Raum und Zeit für neue individuelle Erfahrungen sowie Ruhe- und Heilungsphasen entscheidend für eine lange und gesunde Karriere. In demokratisch-politischer Bildung und genauer Kenntnis des Berufsfeldes ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 42
von Helge Letonja