Unesco-Kulturerbe
Fünf Jahre nach dem Beitritt Deutschlands zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes hat das hierzulande entwickelte Welttanzprogramm für den Paartanz (WTP) den Sprung ins Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Einen entsprechenden Antrag hatte der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) unter Federführung der rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten Cornelia Willius-Senzer (FDP) vor rund zwei Jahren eingebracht.
1961 auf Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich ins Leben gerufen, waren zunächst elf Tänze – Blues, Foxtrott, Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, ferner fünf lateinamerikanische Tänze sowie der Beat – im Welttanzprogramm enthalten. Später ersetzte der Discofox den Beat, Tänze wie Mambo/Salsa kamen hinzu.Die Deutsche UNESCO-Kommission bewertet das WTP als «weltweit erfolgreiche Methodik der gemeinschaftlichen paarweisen Bewegung zu Musik», die «wichtige gesellschaftliche Werte des respektvollen Umgangs zwischen Partnern» einübe und sich überdies durch eine «elementar demokratische Verhaltensweise» auszeichne. Gemeinsam mit bereits aufgenommenen Kulturpraktiken – etwa der Genossenschaftsidee, der ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Side Step, Seite 16
von Marc Staudacher
Owen Belton, Sie haben gerade am Staatstheater Nürnberg Goyo Monteros «A Midsummernight’s Dream» musikalisch belebt und sind weltweit als Komponist im Einsatz – vom National Ballet of Canada über das Stuttgarter Ballett bis hin zum Royal Ballet London. Nun sind Ihre Kollegen häufig Allrounder, während Sie sich auf den Tanz spezialisiert haben. Wie kommt das?
Wie es...
Das beinahe lebensgroße Gemälde zeigt einen großen Mann in weißem Shirt über weißen Leggings auf monochromer grauer Fläche. Breites Kreuz, muskulöse Oberschenkel, etwas füllig in der Taille. Er steht. Der konzentrierte Blick geht am Betrachter vorbei in die Ferne. Seine Arme hängen seitlich am Körper herab. Parallele Beinstellung. Die Füße sind ihm besonders groß...
Eyal & Neumeier
Größer könnte der Unterschied kaum sein: Sharon Eyal macht wuchtige Techno-Kreationen für kraftstrotzende Leiber, John Neumeier bevorzugt klassische Linien für elegante Ballettkörper. Am 23. Februar werden die israelische Choreografin und ihr Kollege hintereinanderweg mit filmischen Porträts gewürdigt, die Einblick in ihre Arbeit, ihr Denken und...
