Owen Belton 2019

Er zählt zu den meistbeschäftigten Komponisten des Gegenwartstanzes, gestaltet Klanglandschaften für Choreografen wie Crystal Pite oder Goyo Montero. Wie er dabei vorgeht, schildert er im Gespräch mit Stephan Schwarz-Peters

Owen Belton, Sie haben gerade am Staatstheater Nürnberg Goyo Monteros «A Midsummernight’s Dream» musikalisch belebt und sind weltweit als Komponist im Einsatz – vom National Ballet of Canada über das Stuttgarter Ballett bis hin zum Royal Ballet London. Nun sind Ihre Kollegen häufig Allrounder, während Sie sich auf den Tanz spezialisiert haben. Wie kommt das?
Wie es meistens so ist: Man gerät in die Sachen hinein. Ursprünglich war ich ohnehin in ganz anderen Bahnen unterwegs, ich habe Informatik studiert, ehe die Musik von mir Besitz ergriff.

Aber dank meiner Mutter hatte ich schon lang davor Berührung mit dem Tanztheater. Sie hat selbst Ballett getanzt, wenn auch nur hobbymäßig, und nahm mich mit in Produktionen des National Ballet of Canada. Da muss ich so um die zehn gewesen sein. Als ich später Musik studierte, habe ich im Nebenfach einige Kurse in Theaterwissenschaft und Tanz belegt und damit meinen Horizont erweitert. Trotzdem dachte ich nicht im Traum daran, dass ich einmal hauptberuflich fürs Tanztheater komponieren könnte. Das kam erst, als ich Crystal Pite kennenlernte, die damals – es muss so um 1993 gewesen sein – beim Ballet British Columbia als Tänzerin engagiert war. ...

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Tanz Februar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 25
von Stephan Schwarz-Peters