Rock the Ballet X
Man hört, wie Tanzschuhe sanft über den Boden schleifen, hin und wieder ein leises Schnalzen oder ein halblautes «one, two, three, four». Geübt, konzentriert bewegen sich 17 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Sie machen sich warm, jeder für sich. Dehnen, Strecken, Liegestütze, Pliés oder Übungen aus dem Cardio-Fit-Bereich. Hier und da geht jemand einzelne Choreografien durch, deutet Bewegungsabläufe an, lässt sie verebben und setzt noch einmal von vorne an. Achtsame Gleichzeitigkeit beherrscht die Bühne auf dem Hamburger Kampnagel-Gelände.
Hinten rechts streckt eine Tänzerin ihr Bein in die Senkrechte, während vorne am Rand eine andere ein Dutzend Pirouetten vollführt. Nur wenige Meter daneben wiederholen drei Tänzer eine Hebefigur. Ihre Arme bilden eine Treppe, die in den Bühnenhimmel führt. Leichtfüßig balanciert Adrienne Canterna diese hinauf. Oben angekommen, biegt sie ihren Oberkörper weich nach hinten. Und wirft, von den Händen der Kollegen gestützt, ihren schmalgliedrigen Körper in einen luftigen Spagat. Die Leichtigkeit fasziniert und ist doch Ergebnis eines langjährigen harten Trainings. Bei Canterna wie bei allen Tänzern, die in «Rock the Ballet X» vollen Einsatz geben ...
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Tanz Februar 2019
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Katrin Ullmann
Die Deutschen sind Exportweltmeister. Nur die Bühnenkunst, made in Germany, bleibt viel zu oft zu Hause. Warum? Gerade Tanz gilt doch als besonders «tourfähig». Und Hilfe gibt es auch. Niemand im Ausland muss eine Produktion kaufen, ohne zusätzliche Finanzhilfe etwa durch das Goethe-Institut oder Pro Helvetia zu erhalten. Auch andere Fördermöglichkeiten, die des...
Auch das Inferno muss seine Ordnung haben. Neun Höllenkreise hat der italienische Nationaldichter Dante einst konzipiert und für jeden ein sehr penibles Folter-System entworfen: Für die Gierigen gibt es das Bad in einer Kloake, den Wahrsagern wird das Gesicht auf den Rücken verrenkt, und die Geizigen und die Verschwender martern sich logischerweise gegenseitig....
Für dieses Projekt hat er fast ein Jahrzehnt geackert, und zwar unter den -Argusaugen der Yellow Press. Die nämlich posaunte 2011 heraus, dass sich Mick Jagger für die Konzerte der Rolling Stones weder mit Zumba noch mit Capoeira fit hält, sondern: an der Ballettstange. Für März ist nun am Mariinsky eine Uraufführung anvisiert, kuratiert von Jagger, choreografiert...
